Sport : Testen gegen die Besten

Die Hockey-Frauen treffen in Berlin auf Top-Teams

André Wornowski

Berlin – Zwei Monate vor der Heim-Europameisterschaft treffen die deutschen Hockey-Nationalspielerinnen beim Vier-Nationen-Turnier in Berlin auf namhafte Gegner – unter anderen auf Weltmeister Argentinien (Sonntag, 14.30 Uhr). „Das ist ein super Maßstab“, sagt Bundestrainer Michael Behrmann, „das wird ganz hochklassig. Toll, dass die Berliner das organisiert haben.“ Zum Auftakt spielt sein Team an diesem Donnerstag im Zehlendorfer Hockeystadion gegen Südkorea (18.45 Uhr), am Sonnabend geht’s gegen Australien (14 Uhr). Beide Gegner zählen ebenfalls zu den besten acht Mannschaften der Welt.

Noch ist die EM für Behrmann weit weg. Nach dem Berliner Turnier und bevor es Ende August in Mönchengladbach nicht nur um den Titel, sondern auch um die Qualifikation für Olympia 2012 geht, will der Trainer mit seinem Team bei der Champions Trophy unter den besten Fünf landen. „Damit wären wir im nächsten Jahr wieder sicher bei diesem Turnier dabei“, sagt Behrmann. In dieser Saison ist die Champions Trophy vom 25. Juni bis zum 3. Juli ein Gradmesser für die EM – 2012 könnte sie es für Olympia sein.

Die Gegner, die der Hockeyauswahl für das Turnier in Amstelveen zugelost wurden, haben es jedoch in sich: Gastgeber Holland, Neuseeland und Australien – ähnlich wie beim Vier-Nationen-Vergleich treffen die Deutschen auf Teams höchster Feldhockey-Qualität. „Australien und Neuseeland werden bei der Champions Trophy jedoch mit anderen Voraussetzungen antreten“, sagt Behrmann, „für sie ist es das wichtigste Turnier des Jahres. Bei uns kommt noch die EM.“

Das Positive: Immerhin haben die Deutschen Neuseeland bereits in zwei Testspielen am Pfingstwochenende kennengelernt. Und mit Australien bekommen sie es ja am Sonnabend zu tun. In den Partien gegen die „Blacksticks“, wie die Neuseeländerinnen gerufen werden, blieben die deutschen Hockeyfrauen zwar ohne Sieg. Erst unterlagen sie 3:4, dann trennten sie sich 3:3. Doch unzufrieden klingt Bundestrainer Behrmann in seinem Resümee nicht. „Wir hatten zum Jahresanfang unser letztes Länderspiel“, sagt er, „daher mussten wir uns erst an Tempo und Spielhärte gewöhnen.“ Zudem lobt Behrmann, dass junge Spielerinnen nachgerückt sind und den Konkurrenzkampf anfachen könnten.

Schritt für Schritt will sich die Hockey-Nationalmannschaft um Kapitänin Natascha Keller bis aufs internationale Spitzenniveau steigern. Dafür ist das Turnier in Berlin schon mal ein guter Anfang.

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