Sport : Testen und beobachten

Wie Hertha die Bundesligapause nutzt

Michael Rosentritt

Berlin - Heute, zur Mittagsstunde, wird Falko Götz nach Ostwestfalen fahren, um sich unterklassigen Fußball anzuschauen. Herthas Amateure treffen in der Regionalliga auf Bielefeld. Das für den Nachmittag angesetzte Training mit den Profis lässt der Trainer sausen, sein Kotrainer Andreas Thom wird es leiten. „Die Beine werden die Spieler schon nicht hochlegen“, sagt Götz.

Zahlreiche Profis der Bundesligamannschaft befinden sich derzeit auf Länderspielreisen. Beispielsweise die beiden Kroaten Niko Kovac und Josip Simunic und Yildiray Bastürk (Türkei). Malik Fathi und Alexander Ludwig reisen zur deutschen U-21-Mannschaft, Sejad Salihovic wird für den bosnischen Nachwuchs auflaufen, Kapitän Arne Friedrich spielt mit der deutschen Nationalmannschaft am Samstag in Slowenien. Hinzu kommt, dass Gerhard Tremmel, Oliver Schröder, Andreas Schmidt und Dennis Cagara die Amateurmannschaft beim Nachholspiel in Bielefeld verstärken werden. „Ich erwarte ein Spiel, in dem unsere Spieler gefordert werden, deshalb sehe ich es mir auch persönlich an“, sagt Götz. Marko Rehmer, der eigentlich mit nach Bielefeld fahren sollte, wird das wegen seiner (Kniebeschwerden nicht tun können. Götz hofft auf einen Einsatz des früheren Nationalspielers am Freitag im Testspiel der Profis gegen Valerenga Oslo in Herthas Amateurstadion (16 Uhr). Ernst wird es für die Profis erst wieder nach der Länderspielpause beim Bundesligaspiel in Dortmund.

Bis dahin wird der Rest der Profimannschaft weitertrainieren. „Einige Spieler werden individuell nacharbeiten“, sagt Götz. Wichtiger sei, dass die Spieler, die zuletzt angeschlagen waren oder selten 90 Minuten durchspielten, bei den Amateuren oder im Test gegen Oslo Spielpraxis erlangen. So zum Beispiel Artur Wichniarek und Gilberto. Wichniarek hat muskuläre Probleme, Gilberto absolvierte gestern eine Rehabilitation. Dafür trainierte der erst 18-jährige Kevin-Prince Boateng bei den Profis. „Er ist einer unserer Top-Perspektivspieler“, sagt Götz. „Wir werden auch in Zukunft öfter die Gelegenheit nutzen, uns junge Spieler anzuschauen.“

Sollten die in Berlin gebliebenen Spieler das Trainingsprogramm und das Testspiel am Freitag zur Zufriedenheit des Trainers absolvieren, wird ihnen Götz den Sonntag und Montag frei geben. Der Trainer selbst wird das Osterwochenende für den Besuch eines Länderspiels nutzen, um eine potenzielleVerstärkung für den Angriff zu beobachten. „Wir ziehen den Kreis der Kandidaten jetzt enger“, sagte der Trainer. Welches Spiel er denn besuchen werde, mochte Götz nicht verraten.

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