Sport : Teutonischer Panzer, hilf!

Mathias Klappenbach

Real Madrid kann es sich heute Abend leisten, beim FC Barcelona zu verlieren. Schließlich geht es nur noch darum, einen Tabellenplatz zu erreichen, der auch in der nächsten Saison zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Für dieses Saisonziel kann man eine Niederlage beim eindeutigen Tabellenführer einkalkulieren.

Vom „Krieg der Sterne“ ist schon länger nicht mehr die Rede, wenn die beiden Klubs mit den unzähligen Stars aufeinander treffen. Die einstmals „Galaktischen“ von Real werden schon im dritten Jahr in Folge als „Weltraumschrott“ verspottet. Das Jahr ist abgehakt, derzeit wird ein Trainer für die nächste Saison gesucht. Aber niemand hat Lust, Ronaldo, Beckham & Co. unter der Woche beizubringen, wie man eine Mannschaft ist. Capello, Ancelotti, Wenger, Benitez und Mourinho – die Top-Stars unter Europas Trainern haben Real bereits abgesagt.

Zeit, sich neuen Wegen zu öffnen. Und sich auf Altbewährtes aus erfolgreichen Zeiten zu besinnen. In den siebziger und achtziger Jahren hatte Real einen Star, von dem auch heute noch mit größtem Respekt gesprochen wird: Uli Stielike. Der „teutonische Panzer“ konnte was am Ball und war gleichzeitig ein willensstarker Kämpfer. Als Trainer war er zwar lange nicht so erfolgreich wie als Spieler, trotzdem wurde er bereits als Interimscoach bis zum Saisonende gehandelt.

Bis dahin ist Stielike aber noch Trainer der deutschen U-20-Nationalmannschaft. Danach hört er auf. Stielike ist mit der Nachwuchsarbeit beim DFB unzufrieden. Eine gute Voraussetzung, um den Stars von Real Dampf zu machen.

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