Sport : Thomas Sjögren: Capitals kämpfen um den Berliner Schweden

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Chris Valentine, Andreas Niederberger und Uli Hiemer kennen sich bestens. Bevor die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) gegründet wurde, holte das Trio bei der Düsseldorfer EG die Meistertitel in Serie. Inzwischen haben alle drei Herren ihre aktive Laufbahn beendet, jetzt jubeln sie nicht mehr gemeinsam. Valentine ist Trainer der Capitals, Niederberger und Hiemer sind Mitglieder des Disziplinarausschusses der DEL. Und der hat über die nahe Zukunft von Thomas Sjögren entschieden: Der Schwede ist Stürmer bei den Capitals und wurde nach einem Stockschlag gegen den Münchner Schneider beim Spiel gegen die Barons am 19. November von der DEL für zehn Spiele gesperrt. Sehr zum Ärger von Trainer Valentine, der bereits am vergangenen Wochenende auf seinen Torjäger verzichten musste.

Die Capitals haben gegen Sjögrens Sperre nun geklagt. Am Mittwoch soll das DEL-Schiedsgericht über diese Klage entscheiden. Schließlich sei der Schwede in seiner Karriere noch nie durch unfaire Attacken aufgefallen, sagt Sprecher Peter Harbig. "Wir hoffen bei der Verhandlung auf Gerechtigkeit. Zwei Spiele hat Sjögren schon gefehlt, den Rest sollte man auf Bewährung aussetzen. Das wäre ein vertretbares Maß." Dies sieht DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke anders. "Wir haben die Vergangenheit von Sjögren schon insofern gewürdigt, als dass wir seinen Stockschlag als reine Tätlichkeit eingestuft haben", sagt Tripcke, "dafür kann es bis zu 16 Spiele Sperre geben, Sjögren hat nur zehn bekommen. Das ist ein Strafmaß im unteren Bereich." Die Erfolgsaussichten des Protestes der Capitals erscheinen daher wohl nur mittelprächtig. Da helfen Valentine auch alte Freunde nichts.

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