Sport : Thunder verliert den Halt

Berlin - Die Rahmenbedingungen stimmten bei Berlin Thunders letztem Heimspiel der Saison. Mit Party, Konzert und Feuerwerk verabschiedeten sich die American-Football-Profis für diese Saison der NFL Europa von ihren Fans im Berliner Olympiastadion. Nur das Ergebnis auf dem Spielfeld stimmte einmal mehr nicht: Am neunten und vorletzten Spieltag der europäischen Profi-Football-Liga verloren die Berliner am Freitag auch ihre fünfte und letzte Heimpartie dieser Saison. Gegen Rhein Fire gab es eine 17:24 (7:14, 10:10, 0:0, 0:0)-Niederlage, Thunder bleibt damit Tabellenletzter der NFL Europa.

Ausschlaggebend für den Erfolg der Rheinländer, die vom früheren Thunder-Headcoach Rick Lantz betreut werden, war das effektivere Pass-Spiel von Quarterback Cody Pickett und die starke Vorstellung der Abwehr. Thunder hingegen startete diesmal mit Bruce Eugene statt Travis Lulay als Starting Quarterback. Dieser konnte auch die erste Führung der Berliner markieren. Rhein Fire konterte jedoch mit zwei Touch Downs im ersten Viertel. Die Berliner schafften es nicht mehr, den Rückstand aufzuholen.

Eine Woche vor dem letzten Spiel bei den Amsterdam Admirals muss Berlin Thunder nun fürchten, dass diese Saison die historisch schlechteste des Teams wird. Mit nur zwei Siegen aus sieben Spielen ist die Mannschaft auf dem Wege, den eigenen Negativrekord von 1999 einzustellen. Außer den Berlinern erlebten bislang in der Liga nur die Scottish Claymores eine Saison ohne Heimsieg, und zwar 1995. Natürlich hätten die schlechten Ergebnisse in Berlin auch ihren Anteil am zuletzt schwachen Besuch, sagt Thunders PR-Manager Cem Herder. Nur 12 000 Zuschauer wollten das letzte Heimspiel der Saison sehen. „Beim ersten Heimspiel waren es noch 30 000.“ Aber Konsequenzen habe das schwache Abschneiden nicht direkt. „In der nächsten Saison wird der Trainerstab neu sein und auch der Großteil der Spieler wird neu sein“, sagt Herder. „Dann beginnt das Spiel von vorne.“cv/dpa

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