Sport : THW Kiel: Titelverteidiger verliert an Boden

Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga weiter an Boden verloren. Der Titelverteidiger kassierte am zehnten Spieltag im Spitzenspiel beim ewigen Widersacher SG Flensburg-Handewitt mit 29:30 bereits die dritte Saisonniederlage. Den Anschluss an das Spitzenduo aus Magdeburg (18:2 Punkte) und Wallau-Massenheim (16:2) hat das Starensemble aus Kiel (12:6) damit vorerst verspielt. "Das war einfach Pech. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen", sagte Kiels Manager Uwe Schwenker nach der Niederlage in Flensburg. In einer spannenden Partie, in der Thomas Knorr beim Vizemeister Flensburg überragte, wuchtete Christian Berge den Ball vier Sekunden vor Schluss zum SG-Erfolg in die Maschen. Der Norweger war beim letzten Angriff als siebter Feldspieler im rosaroten Torwart-Trikot aufgelaufen.

"Nach den Olympischen Spielen haben wir noch nicht zu unserer mannschaftlichen Geschlossenheit gefunden", erklärte Schwenker die Niederlagenserie. Seit Sydney ist beim Meister der letzten drei Jahre der Wurm drin. Die Leistungsträger Staffan Olsson und Mats Wislander wirken angeschlagen. Mögliche Nachwirkungen der schwedischen Niederlage im Olympia-Finale gegen Russland.

Probleme ganz anderer Art hat Tabellenführer SC Magdeburg. Trainer Alfred Gislason monierte nach dem 28:19-Arbeitssieg gegen den HC Wuppertal spielerische Schwächen seiner Mannschaft. "Ein bitterer Beigeschmack bleibt", meinte Gislason. Immerhin haben die Magdeburger den besten Bundesliga-Saisonstart der Vereinsgeschichte um ein weiteres Erfolgserlebnis verlängert.

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