Sport : THW Kiel zittert sich zum Titel

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Kiel (dpa). Der THW Kiel ist deutscher Handball-Meister 2002. Die Mannschaft von Trainer Noka Serdarusic musste am letzten Bundesliga-Spieltag allerdings noch einmal alle Register ziehen, ehe der Titelgewinn feststand. Im Auswärtsspiel beim schleswig-holsteinischen Erzrivalen SG Flensburg/Handewitt, der als Tabellenvierter die Saison abschließen konnte, lagen die Kieler zur Pause noch mit zwei Toren zurück, rafften sich dann aber zu einer Energieleistung auf und bogen das Ergebnis unter dem Jubel ihrer Anhänger noch in einen 26:24 (12:14)-Erfolg um. Es war der insgesamt zehnte deutsche Meistertitel, der an den THW Kiel ging.

Beim Verfolger HSG Nordhorn herrschte hingegen tiefe Niedergeschlagenheit. Die Nordhorner setzten sich zwar ihrerseits nach einer starken zweiten Halbzeit mit 28:23 (15:16) gegen den Rekordmeister VfL Gummersbach durch, doch wegen des Sieges der Kieler konnten sie den einen Punkt Rückstand in der Tabelle nicht mehr wettmachen. Immerhin: Die HSG wurde nur drei Jahre nach dem Aufstieg bereits Vizemeister, und sie hat es mit großen Anstrengungen auch geschafft, den drohenden Konkurs sowie den Lizenzentzug durch den Deutschen Handball-Bund (DHB) für die kommende Spielzeit abzuwenden.

Kiel startet nun in der Saison 2002/2003 in der Champions League. Unter Trainer Serdarusic hat der Traditionsklub von der Förde nunmehr schon sieben Mal den Meistertitel gewonnen. Gegen Flensburg/Handewitt begannen die Kieler überaus nervös, sie leisteten sich unnötig viele leichte Ballverluste, die der sehr ehrgeizig zu Werke gehende Gegner konsequent nutzte. Erst nach einer kräftigen Ansprache ihres Trainers in der Pause legten die Gäste größere Zielstrebigkeit an den Tag und gewannen verdient.

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