THW Kiel : Zwischen Affäre und Finale

Die Manipulations-Affäre wird mitspielen, wenn im Halbfinale der Handball-Champions-League Meister THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen aus Mannheim den sicheren deutschen Finalplatz unter sich ausmachen.

Im zweiten Halbfinale der Champions Leage trifft der HSV Hamburg auf den spanischen Pokalverteidiger Ciudad Real. Das ergab die Auslosung am Dienstag in Wien. Im Pokalsieger-Wettbewerb hat die HSG Nordhorn mit den Kadetten Schaffhausen eine lösbare Aufgabe erhalten. Im EHF-Cup empfängt der VfL Gummersbach zunächst BM Aragon Saragossa. Die Hinspiele sollen am 25. oder 26. April, die Rückspiele am 2. oder 3. Mai stattfinden.

Die in dieser Saison national ungeschlagenen Kieler gelten im deutschen Duell als Favorit. „Wir gehen davon aus, dass wir die nächste Runde erreichen“, sagte Georg Werner, Gesellschafter-Sprecher der Kieler Handball GmbH. Angesichts der Vorwürfe seitens der Rhein-Neckar Löwen in der noch ungeklärten Bestechungs-Affäre um den THW Kiel hat die Partie eine besondere Brisanz, auch wenn Werner dies bestreitet.

„Wir müssen zuerst nach Kiel und wissen gleich, was Sache ist“, sagte Löwen-Trainer Wolfgang Schwenke. Manager Thorsten Storm freut sich „auf zwei tolle Spiele gegen die zurzeit beste Mannschaft Europas. Wenn wir einen Sahnetag erwischen und Kiel nicht ganz so gut drauf ist, haben wir unsere Chance.“

Der HSV Hamburg will sich für das Halbfinal-Aus im vergangenen Jahr revanchieren, als am Ende nur ein Tor fehlte. HSV-Präsident Andreas Rudolph ist optimistisch. „Wir haben noch eine Rechnung mit denen offen. Wir sind stärker“, erklärte er selbstbewusst. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben