Tischtennis : Chinesen ärgern

Friedhard Teuffel über das nächste Ziel der deutschen Tischtennisspieler.

Friedhard Teuffel

Seriensieger zu sein ist eine hübsche Sache, das werden sich auch die deutschen Tischtennisspieler denken nach ihrem dritten Europameistertitel hintereinander. Nur können Serien auch mit der Zeit ein bisschen langweilig werden, und die deutschen Tischtennisspieler haben sich in Europa längst ans Gewinnen gewöhnt. Einen neuen Titel müssen sie sich vornehmen: den des Herausforderers Nummer eins für die Tischtennis-Weltmacht China.

Dauerhaft abzulösen von der Spitze werden die Chinesen wohl nie sein, dazu ist Tischtennis zu sehr in ihrem Land verwurzelt, die Chinesen haben aus Tischtennis eine richtige Wissenschaft gemacht. Aber sich an ihr Niveau heranzuarbeiten und sie mit der Gunst des Augenblicks immer wieder einmal zu besiegen, das ist Aufgabe genug.

Dafür müssen sich die Deutschen erst einmal langfristig gegen die anderen beiden Herausforderer Chinas durchsetzen, gegen Südkorea und Japan, das ist der wichtige Zwischenschritt. Erst danach können sie sich die Chinesen vornehmen. Beim 0:3 im olympischen Mannschaftsfinale von Peking war noch zu sehen, wie groß der Abstand zwischen Deutschland und China derzeit ist. Noch ist der Vorsprung der Deutschen auf die anderen Europäer jedenfalls geringer als der Rückstand auf China. Ihre aufgebaute Dominanz in Europa kann ihnen jedoch beim Aufholen helfen. Die deutschen Tischtennisspieler können sich nun zumindest auf dem eigenen Kontinent vorstellen, wie es sich anfühlt, besser zu sein als alle anderen.

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