Sport : Tischtennis: Keine Lust auf Bundesliga

Ein Klub nach dem anderen zieht sich zurück.

Saarlouis - Es ist so, als würden im Fußball nacheinander Bayern München und Borussia Dortmund aussteigen: Knapp drei Monate nach der Rückzugs-Ankündigung von Dauermeister FSV Kroppach muss die Tischtennis-Bundesliga der Frauen einen erneuten Verlust hinnehmen. Auch der Tabellenzweite Saarlouis-Fraulautern verabschiedet sich nach dieser Saison aus der obersten Spielklasse – nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, wie der Verein am Dienstag mitteilte.

„Die Attraktivität der Bundesliga hat deutlich gelitten, nicht zuletzt durch den Rückzug zahlreicher Vereine“, erklärte Vereinsmanager Heinz Falk. „Durch die wenigen Spielwochenenden ist Tischtennis medial nur schwer darstellbar.“ Seit Jahren hat die Liga ihre Sollstärke von zehn Mannschaften nicht mehr erreicht. Im Moment spielen neun Teams, und dies nur, weil die Leutzscher Füchse mit einer Sonderregelung starten dürfen. Der Ausstieg von Saarlouis ist der vorläufige Höhepunkt einer Rückzugswelle, die es in dieser Intensität noch nie gegeben hat. In der Bundesliga der Männer spielen nur noch acht Mannschaften, nachdem die TG Hanau und der TTC Ruhrstadt Herne ihre Teams abgemeldet haben. dpa

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