Titelrennen : Rangnick drückt Schalke die Daumen

Trainer Ralf Rangnick hofft im Rennen um die deutsche Fußball-Meisterschaft auf einen Erfolg der Knappen. Wenn die Schalker "der extremen Nervenbelastung stand halten, schaffen sie es", erklärte Rangnick.

Sinsheim - Emotional favorisiere er "ganz klar Schalke, weil es nicht so lange her ist, dass ich da Trainer war und es das Team ist, das ich in weiten Teilen damals mit Manager Andreas Müller zusammengestellt habe", sagte der heutige Coach des Zweitliga-Aufsteigers TSG Hoffenheim der "Welt".

"Wenn sie dieses Jahr nicht Meister werden, ist die Frage: Wann dann? Es gab nie eine Saison, in der so viel für die Schalker sprach", sagte der 48-Jährige, der den Tabellenführer zwischen September 2004 und Dezember 2005 trainierte. Die Elf seines Nachfolgers und früheren Assistenten Mirko Slomka habe die besten Einzelspieler und habe sich früh als einziges Spitzenteam nur auf die Bundesliga konzentrieren können. Zudem sei es innerhalb und außerhalb der Mannschaft "erstaunlich ruhig" für Schalker Verhältnisse.

Für VfB ist Rang zwei ein Erfolg

Der Verein habe im Rennen mit dem VfB Stuttgart und Werder Bremen das schwerste Restprogramm, sagte Rangnick der Zeitung mit Blick auf das Derby bei Borussia Dortmund. "Wenn sie dieser extremen Nervenbelastung Stand halten, schaffen sie es." Der zwischen 1999 und 2001 ebenfalls von ihm trainierte VfB habe keinen so großen Erfolgsdruck wie die Königsblauen. "So lange der VfB Zweiter ist, kann er nichts mehr verlieren."

Sollten die Schalker tatsächlich erstmals seit 49 Jahren wieder den Titel gewinnen, würden sie dabei von der vergleichsweise geringen Belastung profitieren. "Wenn Bremen ähnlich früh wie Schalke aus dem internationalen Wettbewerb ausgeschieden wäre, wären sie jetzt schon Meister", glaubt Rangnick. (tso/dpa)

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