Sport : Toppmöller bekommt seinen Wunschgegner

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Madrid (dpa). Real Madrid hat das Champions-League-Finale gegen Bayer Leverkusen erreicht. Eine Woche nach dem historischen 2:0-Sieg beim großen Rivalen FC Barcelona genügte den Königlichen im Rückspiel des spanischen Fußball-Schlagers ein glanzloses 1:1 (1:0), um ungefährdet ins Endspiel am 15. Mai im Hampden-Park von Glasgow einzuziehen.

Der Anpfiff des spanischen Duells war am Mittwochnachmittag zeitweise gefährdet, nachdem knapp vier Stunden vor dem Spielbeginn in der Nähe der Arena eine Autobombe explodiert war. Kurz darauf detonierte noch ein weiterer Sprengsatz in größerer Entfernung. Nach den Anschlägen kam es vor dem Stadion zudem zu Zusammenstößen von radikalen Real-Fans mit der Polizei. Nach kurzer Beratung entschied die Europäische Fußball-Union Uefa, die Partie wie geplant durchzuführen.

Vor 75 000 Zuschauern im ausverkauften Santiago-Bernabeu-Stadion brachte Raul (43.) die Gastgeber in Führung, Barcelona glich durch ein Eigentor von Ivan Helguera (49.) aus. Dennoch ging der Wunsch von Leverkusens Trainer Klaus Toppmöllers in Erfüllung, der nach dem 1:1 gegen Manchester gesagt hatte: „Ich möchte im Champions-League-Finale Real Madrid zum 100. Geburtstag gratulieren.“ Allerdings liest sich die Leverkusener Europapokal-Bilanz gegen den achtmaligen Gewinner des europäischen Meistercups ernüchternd: In vier Vergleichen gab es drei Niederlagen und ein Unentschieden - aber noch nie einen Sieg.

Das Duell zwischen den beiden hochkarätig besetzten Teams erreichte aber nur selten ansehnliches Niveau. Real war angesichts des komfortablen Hinspiel-Vorsprungs darum bemüht, nicht in Rückstand zu geraten. Und Barcelona fand kaum ein Mittel gegen die dichte Abwehrreihe. Torchancen waren auf beiden Seiten selten. Die beste Möglichkeit für Barcelona in der ersten Halbzeit vergab der Niederländer Philip Cocu, der einen Schuss von Fabio Rochemback an den Pfosten verlängerte (38.). Fünf Minuten später zielte Reals Stürmerstar Raul besser und beseitigte mit einem unhaltbaren Schuss aus 18 Metern in den Torwinkel die letzten Zweifel am Weiterkommen.

Anschließend nahm Trainer Vicente del Bosque Zinedine Zidane vom Feld und wechselte später mit Europas Fußballer des Jahres Luis Figo auch seinen zweiten Superstar aus. Der Endspiel-Einzug aber geriet niemals ernsthaft in Gefahr, auch nicht, als in der 49. Minute Helguera einen Schuss von Solari zum 1:1 ins eigene Tor abfälschte.

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