Sport : Tornado / Schewtschenko / leichter Herbstwind

dpa

"Gazzetta dello Sport"/Italien: "Schewtschenko außer Form - Deutschland atmet auf. Schewtschenko hat die zwei Wochen Pause teuer bezahlt, die Ruhepause hat seine brillanten Leistungen benebelt. Davon konnte Völler profitieren. Ohne Scholl und Deisler war es schwierig, einen wirklich guten Spieler zu sehen, aber die Verteidigung war solide. Vor allem Verteidiger Rehmer und Ziege zeigen, dass Deutschland in Europa eine große Chance hat."

"Corriere dello Sport": "Schewtschenko schüchtert Völler nicht ein. Deutschland rückt der Weltmeisterschaft immer näher. Der gefürchtete Tornado Schewtschenko hat sich nur als leichter Herbstwind erwiesen."

"Tuttosport": "Deutschland rettet sich und kann ein Remis feiern dank der Schwäche Schewtschenkos."

"Marca"/Spanien: "Deutschland kam in Kiew mit dem Leben davon. Geistertor der Deutschen."

"As": "Ballack rettet die deutsche Ehre in Kiew."

"Fotomac"/Türkei: "Hallo Japan, wir kommen."

"Fanatik": "Wir haben Österreich auf eigenem Platz mit Hilfe von Okan gestürzt. Wir haben unser WM-Ticket reserviert, in drei Tagen holen wir uns unser Visum ab."

"Cumhuriyet": "Nach 47 Jahren haben wir jetzt die Chance zur WM-Teilnahme".

"Kurier"/Österreich: "Der Weg zur Weltmeisterschaft führt nur über ein Wunder von Istanbul."

Einzelkritik

Oliver Kahn: Der Einpeitscher und Antreiber. Der Kapitän rettete zweimal im großen Stil gegen Schewtschenko (33. Minute). Ein Erfolgs-Garant.

Marko Rehmer: Mit Abstand bester deutscher Defensivspieler. Lief seinen Gegenspielern viele Bälle ab, dazu offensiv sehr agil und gefährlich wie bei den Kopfbällen (26./Latte und 55.).

Jens Nowotny: Einige Male gegen die schnellen Ukrainer in Bedrängnis, schaltet beim 0:1 zu spät. Später stabiler, mit mehr Akzenten nach vorn.

Thomas Linke: Für Wörns in die Anfangself gekommen. Direkt am Mann stark, im Stellungsspiel mit leichten Problemen. Enorm kopfballstark, verpasste mit Pech ein Tor (26.).

Christian Ziege: Begann total nervös, fand dann aber etwas mehr Sicherheit, ohne überzeugen zu können. Mutiger Direktschuss (24.). Bei Freistoß-Eingaben und Flanken zu unkonzentriert.

Bernd Schneider: Bester deutscher Feldspieler - und das nach zwei Jahren ohne Länderspiel. Gefährliche Standards. Bereitete Ausgleich vor.

Carsten Ramelow: Erfüllte als Arbeiter und Zerstörer seine Aufgabe. Vor der Pause stark gegen Schewtschenko. Unerbittlich in Zweikämpfen.

Dietmar Hamann: Licht und Schatten beim Liverpooler: Sehr engagiert und einsatzstark. Aber auch Probleme beim Timing in den Zweikämpfen.

Michael Ballack: Beste Aktion bei seinem Tor. Bei vielen gefährlichen Zügen dabei beteiligt, aber auch Lässigkeiten.

Gerald Asamoah: Als Stürmer mühte sich der Schalker pausenlos, rackerte, kämpfte und sicherte den Ball. Es fehlte die absolute Torgefahr.

Alexander Zickler: Seine Konterstärke konnte er nie ausspielen. Der Münchner konnte die Bälle kaum behaupten. Musste später Jancker weichen.

Carsten Jancker: Comeback nach fast acht Wochen Verletzungspause. Brachte sofort seine Stärken ein, sicherte den Ball, setzte sich stark ein.

Lars Ricken: Kam erst in der 79. Minute für Schneider, konnte keine Akzente mehr setzen. dpa

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