Sport : Torreiche Unterhaltung

Berliner Eisbären siegen zum Saisonstart 8:2 gegen Freiburg

Claus Vetter

Berlin. Erstaunlich unterhaltsam war der gestrige Abend im Sportforum Hohenschönhausen - vor allem was das erste Drittel des ersten Saisonspiels der Eisbären in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) betraf. Schon nach 20 Minuten führten die Berliner mit 6:0, der Gegner spielte nur eine unbedeutende Nebenrolle. Die Wölfe Freiburg kurvten zwar auch über das Eis, nur da wo der Puck war, da tauchten die Spieler des Aufsteigers selten auf. Da es die Berliner nach ihrem furiosen Start gemütlicher angehen ließen, kamen die Freiburger letztlich glimpflich davon. Die Eisbären siegten - was nach dem furiosen Auftakt eher ein bisschen zu knapp erschien - am Ende 8:2 (6:0, 1:1, 1:1).

Der Jubel im Sportforum war nach dem Spiel groß. Zu Recht, die Berliner zeigten gestern eine brillante Leistung. Obwohl fünf Stammspieler bei den Berlinern fehlten und Stürmer David Roberts im ersten Drittel mit einer Knieverletzung ausschied, spielten die Eisbären gut auf. Fast jeder durfte mal ein Tor schießen, so auch die beiden 18-jährigen Stürmer André Rankel und Matthias Forster. Dazu waren zweimal Leask sowie Aldridge, DuPont, Fairchild und Shannon erfolgreich.

Nur als im zweiten Drittel wieder einmal von den Eisbären-Fans besungen wurde, dass alle außer Erich Honecker sich im Sportforum eingefunden hätten – was übrigens nicht ganz stimmte, es kamen nur 4500 Zuschauer – gelang den völlig überforderten Freiburgern auch mal ein Tor. Freiburg ist erst einmal Tabellenletzter. Gemessen an der gestrigen Leistung könnte dieser Rang zum Stammplatz der Wölfe werden.

Am Freitag wurde gemeldet, dass die beiden unter dem Verdacht der Vergewaltigung stehenden Eisbären-Profis Brad Bergen und Yvon Corriveau länger in der schwedischen Untersuchungshaft bleiben müssen als bisher angenommen. Laut Auskunft von Corriveaus Anwalt Lars Engstrand verzögern sich die Untersuchungen von Fingerabdrücken und DNA-Proben. Engstrand sagte, man müsse mit einer Verlängerung der ursprunglich bis 9. September befristeten Untersuchungshaft um weitere ein bis zwei Wochen rechnen.

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