Sport : Torschütze Oliver Reck

Dass ausgerechnet das Spiel gegen den FC St. Pauli zu einem Höhepunkt der langen Karriere von Oliver Reck werden sollte, damit hatte er selbst wohl am wenigsten gerechnet. Dass der Torhüter des FC Schalke 04 gegen den Tabellenvorletzten womöglich kein Gegentor hinnehmen muss, das wäre noch normal. Dass er aber selbst zum Torschuss kommt, davon war nicht auszugehen. Seinem Gegenüber Simon Henzler, der Gerald Asamoah im Strafraum gefoult hatte, hatte es Reck zu verdanken, dass er sich in der 80. Minute als neunter Torwart in die Liste der Bundesligatorschützen einreihen durfte: Er verwandelte den Elfmeter zum 4:0-Endstand.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Natürlich durfte Reck nur auf Grund des recht einseitigen Spielverlaufs ran. Denn Schalke ließ St. Pauli beim fünften Sieg in Folge keine Chance. Ebbe Sand hatte die Gastgeber vor 60 190 Zuschauern in der 9. Minute mit einem Kopfball in Führung gebracht, Andreas Möller sorgte in der 24. Minute für den 2:0-Halbzeitstand. Vor dem dritten Treffer zeigte Schiedsrichter Fleischer dem Hamburger Zlatan Bajramovic die Rote Karte, weil dieser einen Schuss von Marc Wilmots mit der Hand auf der Torlinie abgewehrt hatte. Den Strafstoß zum 3:0 verwandelte Jörg Böhme, bevor er Reck den Vortritt ließ.

"Am Schalker Sieg gibt es nichts zu deuteln. Wir konnten ihnen nicht das Wasser reichen", sagte St. Paulis Trainer Dietmar Demuth. Schalkes Coach Huub Stevens hatte andere Probleme: "Nach dem Sieg in Leverkusen war es wichtig, die richtige Motivation zu finden. Das frühe 1:0 ist uns entgegen gekommen." Vor allem Oliver Reck.

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