Torwart-Duell : Zwei Eisbären für ein Tor

Zugang Kevin Nastiuk macht bei den Eisbären Stammtorwart Rob Zepp Konkurrenz. Ob er auch am Dienstag in Iserlohn spielen wird, ist noch unklar.

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Der Neue im Tor. Kevin Nastiuk.Foto: promo

Die Eisbären sind zurzeit auf der längsten Ehrenrunde in der Geschichte der Deutschen Eishockey-Liga. Sechs Spieltage lang müssen sich die längst als Tabellenerster feststehenden Berliner noch durchlavieren und Blessuren auskurieren – wie etwa Sven Felski, der sich am Sonntag beim 2:3 in Düsseldorf an der Schulter verletzte. Am 30. März sollte Felski wieder fit sein, wenn es in der ersten Play-off-Runde wichtig wird. Damit es seinem Personal bis dahin nicht zu uninteressant wird, hat Trainer Don Jackson nun einen nicht unwichtigen Wettbewerb eröffnet: Den Kampf um die Position des ersten Torhüters.

Werden die Berliner mit ihrem Stammtorwart Rob Zepp in die Play-offs gehen, oder gibt es noch einen Wechsel in der Torwart-Hierarchie? Beim 2:3 in Düsseldorf stand der vor wenigen Wochen nach Berlin gekommene Kanadier Kevin Nastiuk zum zweiten Mal in Folge im Tor – und machte seine Sache „sehr, sehr gut“, wie Jackson sagt. Zepp habe wegen einer Magenverstimmung nicht spielen können. Möglich, dass er das am Dienstag beim Auswärtsspiel der Berliner in Iserlohn (Beginn 19.30 Uhr) wieder kann.

Jackson gefällt es, wie sich Nastiuk ins Zeug legt. „Seine Biografie erinnert mich ein bisschen an die von Zepp“, sagt der Trainer. Nastiuk habe, bevor er nach Berlin kam, nicht so ganz die großen Klubs gehabt und schicke sich nun an, in Berlin so richtig loszulegen. „Mit Kevin haben wir uns nicht nur auf der Position des zweiten Torhüters gestärkt, sondern endlich wieder einen Wettbewerb auf der Position.“ Das sei bitter nötig gewesen. „Denn anfangs der Saison wirkte Zepp nicht ganz so konzentriert“, sagt Jackson.

Das ist eine Aussage, die Spielraum für Interpretationen lässt. Nastiuk selbst sagt: „Rob ist einer der besten Torhüter der Liga. Aber es ist klar, dass ich nach Berlin gekommen bin, um mich zu verbessern.“ Das verbindet ihn mit Zepp, der vor drei Jahren nach Berlin kam, nachdem ihm klar war, dass es mit der großen Karriere in Nordamerika nichts werden würde. Und noch etwas haben beide Kanadier gemeinsam: An Zepp und an Nastiuk sicherten sich einst die Carolina Hurricanes aus der Profiliga NHL die Rechte. Dieser Kampf zwischen den beiden Torhütern um einen Stammplatz endete übrigens unentschieden. Keiner von beiden konnte sich für einen Einsatz beim Klub aus der US-Stadt Raleigh empfehlen.

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