Tour de France : Jens Voigt stürzt schwer

Bei der 16. Etappe der Tour de France bot sich ein Bild des Grauens: Der Berliner Jens Voigt kam bei mehr als 70 Stundenkilometern zu Fall. Er schlug vor allem mit dem Gesicht und der Schulter auf, ehe er einige Meter bäuchlings über den Teer schlitterte.

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Abfahrt mit Folgen. Nach seinem schweren Sturz war Jens Voigt kurz bewusstlos und bekam eine Halskrause angelegt. -Foto: Reuters

Bourg-Saint-MauriceDem dicht hinter Jens Voigt fahrenden Rolf Aldag bot sich bei der 16. Etappe der Tour de France ein Bild des Grauens: Nach seinem schweren Sturz lag Voigt regungslos auf dem Asphalt, blutete aus dem Kopf und hatte die Augen geschlossen. Der schlimme Unfall des Berliners, der in der Abfahrt vom Kleinen Sankt Bernhard bei mehr als 70 Stundenkilometern zu Fall kam, löste gestern Abend Entsetzen bei den Radprofis und Teamchefs aus. „Wenn man seine Familie kennt, seine Kinder, dann leidet man besonders mit“, sagte Columbia-Sportdirektor Aldag.

Voigt wurde mit dem Helikopter ins Krankenhaus nach Grenoble geflogen. Am späten Abend folgte die Diagnose: Er erlitt einen Jochbeinbruch und eine Gehirnerschütterung. Die Nacht auf Mittwoch musste der Radprofi auf der Intensivstation verbringen. Der 37 Jahre alte Saxo-Bank-Fahrer war mit seinem Rad weggerutscht und mit großer Wucht etwa 30 Kilometer vor dem Ziel Bourg-Saint-Maurice auf den Asphalt geknallt. Er schlug vor allem mit dem Gesicht und der Schulter auf, ehe er einige Meter bäuchlings über den Teer schlitterte. „Wir haben es aus dem Auto gesehen“, berichtete Aldag. Nachdem Voigt direkt nach dem schlimmen Crash laut des zuständigen Tour-Arztes kurz ohnmächtig gewesen war, sei er schnell wieder zu Bewusstsein gekommen und habe sich bewegt.

Die Etappe gewann der Spanier Mikel Astarloza. (dpa)

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