Tour de France : Kaffeetrinken statt Kontrolle

Das Team Astana genießt Vorzüge bei den Doping-Kontrollen. Vor der achten Etappe ließ ein Kontrolleur des Weltverbandes Armstrong und seine Teamgefährten länger schlafen.

Tom Mustroph. Issoudun

Issoudun - Die Doping-Kontrolleure des Radsportweltverbandes UCI meinen es offenbar gut mit dem Team Astana. So hat vor dem Start der achten Etappe der Tour de France ein UCI-Kontrolleur Lance Armstrong und seine Teamgefährten Alberto Contador, Andreas Klöden und Levi Leipheimer eine knappe Stunde länger schlafen lassen. Die Zeitung „L’Equipe“ berichtet, dass Kontrolleure der AFLD am Samstagmorgen in Andorra ihren Kollegen von der UCI zudem gemütlich mit Astana-Angestellten Kaffee trinken sahen. Die AFLD argwöhnt, dass die UCI-Kontrolleure einige Teams freundlicher behandeln als andere.

UCI-Präsident Pat McQuaid streitet den Vorfall ab. „Es stimmt nicht, was in der L’Equipe steht“, sagt er, eine Verzögerung habe es aber gegeben. „Der Raum, der für Kontrollen vorgesehen war, war noch mit Fahrern vom Team Saxo-Bank belegt“, erzählt er. Zu McQuaids Pech stützen die Angaben von Astana-Teamsprecher Philippe Maertens die Version von „L’Equipe“. „Die Fahrer schliefen noch“, sagte er, „und der Kontrolleur hat beschlossen zu warten.“ Im Antidoping-Programm von UCI und ASO wird diese Kontrolle als „überraschende Zielkontrolle“ rubriziert.Tom Mustroph

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