Tour de Ski : Der letzte Anstieg ist zu viel

Auch bei der dritten Auflage der Tour de Ski steht ein deutscher Langläufer auf dem Podest. Den erhofften Gesamtsieg bei dem Etappenrennen verpasst Axel Teichmann jedoch.

Teichmann
Axel Teichmann -Foto: AFP

Val die Fiemme - Teichmann konnte bei der zehn Kilometer langen Schlussetappe von Val di Fiemme auf den 1278 Meter hohen Alpe Cermis den Schweizer Dario Cologna nicht gefährden, fiel vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Cologna vergrößerte seinen Vorsprung beim Schlussanstieg und siegte letztlich 59 Sekunden vor dem Norweger Petter Northug. 1:02,8 Minuten zurück erreichte Teichmann das Ziel. Jens Filbrich aus Frankenhain fiel vom siebten auf den 13. Platz zurück.

Nach dem Sieg bei der Premiere der Tour de Ski von Tobias Angerer 2007 und dem zweiten Platz von René Sommerfeldt im vergangenen Jahr stand am Sonntag damit auch bei der dritten Auflage ein deutscher Langläufer auf dem Podest des Etappenrennens. „Ich habe nicht nur einen Schweinehund überwunden, sondern eine 250-Kilo-Sau“, sagte Teichmann völlig erschöpft im Ziel, wo er minutenlang gedankenverloren im Schnee saß. Für seinen dritten Platz erhält er rund 43.000 Euro an Prämien. „Drei Etappensiege und ein zweiter Platz sprechen eindeutig für Axel. Er sollte sein Rennen laufen, denn ich hatte, um ehrlich zu sein, nicht mit einem Sieg gerechnet“, sagte Bundestrainer Jochen Behle.

Bei den Frauen gewann die Finnin Virpi Kuitunen zum zweiten Mal nach 2007 die Gesamtwertung und sicherte sich die Siegprämie von 85.295 Euro sowie 400 Weltcup-Punkte. Auf der letzten Etappe über neun Kilometer im freien Stil verteidigte Kuitunen ihre Führung in der Gesamtwertung vor ihrer Teamkollegin Aino Kaisa Saarinen. Dritte wurde die Slowenin Petra Majdic. Kuitunen ist die dominierende Langläuferin der vergangenen drei Jahre. Bei der WM 2001 in Lahti war sie in den finnischen Doping-Skandal verwickelt. Die anschließende zweijährige Sperre überstand sie und kam stärker zurück als zuvor – was immer wieder Anlass zu Diskussionen ist. Als beste Deutsche beendete Stefanie Böhler die Tour de Ski als 13., Claudia Nystad wurde 16. Vor dem Finale war Evi Sachenbacher-Stehle wegen eines grippalen Infekts ausgestiegen.dpa

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