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Tour de Ski : Hintendran, aber nicht abgeschlagen

06.01.2013 22:34 Uhr
Nummer drei fährt auf Platz eins. Alexander Legkow sicherte sich in Val di Fiemme den Sieg bei der Tour de Ski.Bild vergrößern
Nummer drei fährt auf Platz eins. Alexander Legkow sicherte sich in Val di Fiemme den Sieg bei der Tour de Ski. - Foto: dpa

Die deutschen Langläufer sind bei der Tour de Ski chancenlos, dürfen sich am Ende aber zumindest über Achtungserfolge freuen. Im Hinblick auf die WM im Februar gibt das Anlass zur Hoffnung.

Tobias Angerer hat am gefürchteten Alpe Cermis die Rückkehr unter die besten zehn Skilangläufer der Welt verpasst. Der Routinier aus Vachendorf fiel am Sonntag bei der Tour de Ski in Val di Fiemme vom neunten auf den 15. Platz zurück, war damit aber bester DSV-Läufer. Bei den Frauen gelang dies der Oberstdorferin Katrin Zeller, die mit Rang zehn in der Gesamtwertung erneut ihr Leistungsvermögen ausschöpfte.

Als Tour-Sieger wurden die Polin Justyna Kowalczyk sowie Alexander Legkow gefeiert. Der Russe hat damit für ein Novum im russischen Langlauf gesorgt. Erstmals schaffte ein Privatier einen großen Erfolg. Denn Legkow gehört nur auf dem Papier zur russischen Nationalmannschaft.

Gemeinsam mit Ilja Chernoussow bildet er ein kommerziell ausgerichtetes Privatteam, das vom ehemaligen Schweizer Langläufer Reto Burgermeister trainiert wird.

„Es ist zwar nicht alles aufgegangen, was wir uns vorgenommen hatten, doch wir können die Tour de Ski als Erfolg verbuchen. Katrin Zeller hat bewiesen, wozu sie in der Lage sein kann. Denise Herrmann hat mich täglich neu überrascht. Tobi Angerer hat rechtzeitig während der Etappen wieder seine Kanada-Form gefunden und mit Andy Kühne hat erneut ein Läufer aus der zweiten Reihe seine Chance genutzt und das WM-Ticket erkämpft“, analysierte Bundestrainer Frank Ullrich die zehntägige Tour. Dass mit Tim Tscharnke, Axel Teichmann und schließlich auch Nicole Fessel drei Leistungsträger des Teams krankheitsbedingt ausfielen und Jens Filbrich trotz starker Auftritte letztlich vom Pech verfolgt war, wertete Ullrich als negative Ereignisse.

Angerer war am Ende mit seinem Tour-Auftritt zufrieden, auch wenn der Berg mehr schlauchte als vermutet. „Ich war mittendrin so fertig, über den roten Bereich hinaus. Ich hätte stehen bleiben können und hätte es nicht mal gemerkt“, erzählte der Vachendorfer. Sein Fazit aber war positiv: „Ich habe mich zurück in die Tour gekämpft, habe auf der WM-Strecke mit Platz fünf Akzente gesetzt. Ich lasse mir das gute Gefühl auch von dem schlechten Ergebnis auf der letzten Etappe nicht kaputtmachen.“

Katrin Zeller war erschöpft und überglücklich. „Ich bin überaus erleichtert. Mein Ziel war es schon, wieder unter die Top Ten zu kommen, doch dieses Ziel war während der Tour schon in fast unerreichbare Ferne gerückt. Dass es noch geklappt hat, ist unheimlich schön“, meinte die Allgäuerin, die im vergangenen Jahr Gesamtsechste geworden war. Bereits nach den beiden Oberstdorf-Etappen hatte sie einen großen Rückstand. „Doch nach dem 15-Kilometer-Rennen in Toblach, als ich die beste Zeit schaffte, war die Angriffslust wieder da. Am Berg war ich dann meist ganz allein, aber an den zehnten Platz habe ich dennoch nicht geglaubt“, meinte die 33-Jährige, die nach diesem positiven Erlebnis nun an die WM im Februar denkt. (dpa)

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