Sport : Trabrennbahn Mariendorf: Trainingslager im Watt

Oliver Heller

Das ganze Augenmerk gilt der Derby-Woche. Von heute bis zum 5. August finden auf der Trabrennbahn Mariendorf sieben Renntage statt, lediglich am Dienstag wird nicht getrabt. Den traditionellen Abschluss und Höhepunkt der Rennwoche bildet das Deutsche Traber-Derby für dreijährige Pferde, das zum 106. Mal ausgetragen wird und mit rund einer Million Mark dotiert ist. Etwa dieselbe Summe wird auf alle anderen Rennen verteilt, darunter das mit 150 000 Mark dotierte Matadoren-Rennen zum Auftakt der Derby-Woche am Sonntag.

Doch die größten Berliner Hoffnungen ruhen auf Kaliban. Der von Michael Hönemann trainierte und gefahrene Hengst hat in den vergangenen Wochen verstärkt auf sich aufmerksam gemacht. "Kaliban ist seit Tornado Hanover der beste Berliner Dreijährige", sagt Hönemann. Tornado Hanover gewann 1988 das Derby. Für Kaliban ist die Teilnahme am Derby seit seinem Sieg im Mariendorfer "Mai-Orakel" beschlossene Sache. Hönemann erwartet von dem Ausnahmetraber noch einmal eine Leistungssteigerung. Ob das gegen den hohen Favoriten Oscar Schindler SI reichen wird? Dieser eilt mit Heinz Wewering von Sieg zu Sieg, ist bei acht Starts noch unbezwungen und hat bereits eine Viertelmillion Mark verdient - das Zehnfache von Kaliban.

Ungeachtet der Konkurrenz wird Kaliban mit Akribie auf den Stichtag 5. August vorbereitet. So befindet er sich zurzeit mit seiner Privatpflegerin auf der dänischen Insel Röm, um im Watt an der gesunden Nordseeluft Energie zu tanken. Nichts wird also unversucht gelassen im Hinblick auf die bestmögliche Platzierung. "Einen guten Rennverlauf im Vorlauf und Platz drei bis fünf im Finale", erhofft sich Hönemann, der im selben Atemzug in Erinnerung ruft: "Abano As wurde im letzten Jahr auch im Watt auf das Deutsche Derby vorbereitet - und gewann dann haushoch."

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