Sport : Tradition mit Brisanz

Beim Hallenturnier in Berlin treffen heute Hertha und Union aufeinander

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Berlin - Das Fußball-Hallenturnier in Berlin hatte eine lange Tradition. Von 1971 bis 1997 trafen sich nationale und internationale Größen einmal jährlich in der Deutschlandhalle. Beim heutigen Hallenturnier von Traditionsmannschaften in der Max-Schmeling-Halle (12.30 Uhr) versucht der Berliner Fußball-Verband diese Geschichte wiederzubeleben. In der Gruppe A treffen Hertha BSC, Werder Bremen und der 1. FC Union aufeinander. In der Gruppe B spielen Borussia Mönchengladbach, der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen.

„Unser Ziel ist es, das Turnier wieder dauerhaft in Berlin zu etablieren“, sagt Projektmanager Tim Schauder. Immerhin, im Vorverkauf gingen schon mehr als 5000 Tickets weg. Größte Attraktion ist dabei der 1. FC Union, dessen Fanblock mit mehr als 700 Anhängern besetzt sein wird.

Was im Profifußball erst im kommenden Sommer Realität sein könnte, falls Hertha BSC in die Zweite Liga absteigt, passiert bei den Traditionsteams heute schon um 14.33 Uhr. Da treffen Hertha und Union im letzten Vorrundenspiel der Gruppe A aufeinander. Noch geht es nur um die Ehre. Die Herthaner treten mit bekannten Namen wie Michael Preetz, Fredi Bobic, Christian Fiedler, Axel Kruse und Dariusz Wosz an. Der Zweitligist setzt auf Christian Beeck, Sebastian Bönig, Oskar Kosche, Lutz Hendel, Daniel Teixeira, Steffen Baumgart und Waldemar Ksienzyk. Die Konkurrenz aus dem Rest Deutschlands tritt ebenfalls mit einigen bekannten Namen an: Bei Werder Bremen sind das Uli Borowka, Michael Schulz und Mirko Votava, dazu Karlheinz Pflipsen und Peter Wynhoff (beide Mönchengladbach), Thomas Allofs und Stephan Engels (beide Köln) oder Falko Götz, Heiko Scholz und Ulf Kirsten (alle Leverkusen).

„Zuallererst geht es natürlich um Spaß. Wir Spieler freuen uns auf viele alte Kollegen“, sagt Unions Sportchef Christian Beeck. „Da wollen wir uns natürlich auch ordentlich präsentieren.“ Pikanterweise könnte Beeck beim Match gegen den Stadtrivalen auch in Zweikämpfe mit Michael Preetz, sein Pendant als Manager bei Hertha BSC, verwickelt werden. „Durch unsere jetzigen Funktionen ist das natürlich von besonderem Reiz“, sagt Beeck.

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