Sport : Träume können nicht schöner sein

Martina Navratilova ist ältester Grand-Slam-Champion

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Martina Navratilova bricht weiter die Rekorde im Tennis. Nach ihrem Erfolg im MixedWettbewerb der Australian Open – gemeinsam mit dem sichtlich gerührten Inder Leander Paes – ist die gebürtige Pragerin im Alter von 46 Jahren, drei Monaten und acht Tagen nun der älteste Champion in der 126-jährigen Grand-Slam-Historie. Bei ihrem insgesamt 57. Triumph am Sonntag überholte sie den Australier Sir Norman Brookes, der bei seinem Doppel-Erfolg 1924 in Melbourne einen Monat jünger war. „Gut, dass ich schon im Oktober geboren wurde“, scherzte die seit vielen Jahren in den USA lebende Navratilova nach dem 6:4, 7:5-Sieg gegen das australisch-griechische Duo Tood Woodbridge und Eleni Daniilidou.

Dann wurde sie aber doch sentimental: „Ich bin überwältigt. Das übertrifft meine wildesten Träume.“ Nicht nur der Altersrekord war bemerkenswert: Martina Navratilova hat jetzt alles gewonnen, was es bei Grand-Slam-Turnieren zu gewinnen gibt. Der achte Mixed-Titel – neben 18 im Einzel und 31 im Doppel – war der letzte, der in ihrer Sammlung noch fehlte. Aus Paris, Wimbledon und New York hatte sie schon die Trophäen von allen drei Wettbewerben mitgenommen. „Das ist mir erst am Freitagabend vor dem Einschlafen eingefallen. Leander Paes wusste es schon vorher“, sagte Navratilova. Mit 57 Titeln verkürzte sie zudem den Abstand auf die Australierin Margaret Court, die mit 62 Siegen bei den wichtigsten Turnieren als Einzige noch fleißiger Pokale gesammelt hat.

1995 hatte sie mit Jonathan Stark in Wimbledon ihren bis dato letzten Grand-Slam-Titel gewonnen und danach die Karriere zwischenzeitlich beendet. Vier Jahre später war sie wieder aktiv. „Ich habe 1999 in Wimbledon als TV-Kommentatorin gearbeitet und gedacht, im Doppel kann ich noch mithalten“, erzählte sie noch einmal von ihrem Comeback. Also stieg sie ein Jahr später wieder ein.

Nachdem Martina Navratilova den fünften Kontinent lange gemieden hatte, kündigte sie nunmehr an: „Es tut mir Leid, dass ich so lange nicht hier war. Ich verspreche: Es wird nicht noch einmal 13 Jahre dauern.“ dpa

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