Trainer-Diskussion : Daum will nicht zurück in die Bundesliga

Christoph Daum, unter der Hand bereits als Nachfolger von Mirko Slomka bei Schalke 04 gehandelt, schließt eine Rückkehr in die Bundesliga derzeit aus. Das Niveau sei dort ohnehin schlecht.

Hamburg - Der frühere Bundesliga-Trainer Christoph Daum hält eine Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse für nahezu ausgeschlossen. "Ich konzentriere mich mehr auf das Ausland", sagte der 52-Jährige der "Sport Bild". "Ich glaube, das ist für mich das Beste", fügte er hinzu. Daum war in jüngster Zeit immer wieder als möglicher Nachfolger von Mirko Slomka beim angeschlagenen Bundesligisten Schalke 04 gehandelt worden.

Daum hatte zuletzt Fenerbahce Istanbul trainiert, beim türkischen Erstligisten aber zum Ende der vergangenen Saison seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen eingereicht. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland seien aber einige unglaubliche Dinge passiert, begründete er seine Zurückhaltung hinsichtlich eines Engagements in der Bundesliga.

Daum: Kein Niveau in der Bundesliga

So sei ihm seine Co-Trainertätigkeit bei der WM der Menschen mit Behinderungen für die deutschen Nationalmannschaft negativ ausgelegt worden. Von Teilen der Medien habe er sich anhören müssen, "dass ich das als Resozialisierung sehe", sagte Daum, der 2000 über eine Kokain-Affäre stolperte und seitdem nicht mehr in Deutschland tätig war. "Deshalb sage ich mir heute: Komm ab und zu nach Deutschland, zahl hier deine Steuern, sei lieb und nett. Aber hier arbeiten, das muss ich nicht", betonte Daum, der mit dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen insgesamt fünf Mal Vizemeister wurde und mit dem VfB Stuttgart 1992 die Meisterschale gewann.

Einer Rückkehr in die Bundesliga steht nach Daums Worten aber auch das fehlende Spielniveau hierzulande entgegen. Ihm komme es mehr auf den Inhalt und nicht auf die Verpackung an. "Und da muss ich sagen, dass der italienische Fußball viel weiter ist als der deutsche. In England sowie Spanien ist das genauso", sagte er. (tso/ddp)

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