Sport : Trainer für den Übergang

Amateurcoach Andreas Thom betreut die Profis für drei Spiele

Klaus Rocca

Berlin. Matthias Sammer ist voll des Lobes. „Er war ein richtig guter Fußballer. Im Osten hat er die Schleiferei kennen gelernt, im Westen die schönen Seiten. Wenn er beides zusammenführt, dann wird er ein richtig guter Trainer“, sagte Borussia Dortmunds Trainer am Donnerstag über seinen früheren Weggefährten. Am Samstag wird er ihn wiedersehen. Dann sitzt Thom beim Duell mit den Dortmundern auf der Bank von Hertha BSC. Als Interims-Trainer.

Als Spieler war Thom ähnlich gefragt. Für die DDR bestritt er 51 Spiele, für die Bundesrepublik Deutschland zehn. Viermal in Folge wurde er mit dem Berliner Verein BFC Dynamo DDR-Meister, 1988 wurde er zum Fußballer des Jahres gewählt. Als die Mauer fiel, lockte ihn Bayer Leverkusen für 3,8 Millionen Mark in den Westen. Später spielte er für Celtic Glasgow. Für heutzutage lächerliche 900 000 Mark holte ihn Herthas Manager Dieter Hoeneß im Januar 1998 zurück nach Berlin. Auch als Integrationsfigur für die Hertha-Fans im Osten. Thom kam gut an, vor allem wegen seiner geradlinigen Art.

Im Jahr 2000 schied Thom aus dem Profikader aus, nach 50 Bundesligaspielen. Doch es sollte noch eines hinzukommen. Im März 2001, als viele Stammspieler verletzt waren, holte ihn Trainer Jürgen Röber von den Amateuren in den Profikader zurück. Beim Duell mit Unterhaching wurde er sogar eingewechselt. Es blieb bei diesem einen kurzen Gastspiel bei den Profis von Hertha BSC. Danach ging es wieder zurück zu den Amateuren. Dort ist Thom noch heute gemeinsam mit Frank Vogel Trainer.

Andreas Thom ist jetzt 38 Jahre alt. Nun darf er wieder bei den Profis von Hertha mitmachen. Diesmal sogar für drei Spiele; bis zur Winterpause. Nicht als Spieler – sondern als Trainer.

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