TRAINER/MANAGER DES JAHRES – ULLI WEGNER : In die Seele

Es ist mehr als zehn Jahre her, da sagte Ulli Wegner, der eigentlich Hans-Ulrich heißt, einen bemerkenswerten Satz. Bei einem Boxer müsse man tief in die Seele vordringen, „so wie bei der Eroberung einer Frau“.

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Ulli Wegnerdpa-Zentralbild

Wegner ist mehr als die Hälfte seines Lebens glücklich verheiratet, hat aber seine Fähigkeit zum Beruf gemacht. Erst bei den Amateuren, seit 1996 bei den Berufsboxern. Der 67-Jährige zählt inzwischen zu den besten Trainern, die es gibt.

Wegner, der im Kriegsjahr 1942 in Stettin geboren wurde, hat früher selbst geboxt, wobei er lieber Fußballer geworden wäre. 1996 wechselte er zu den Profis, wo er Sven Ottke, Markus Beyer, Arthur Abraham und Marco Huck zu Weltmeistern machte. Der ideale Boxer sei für ihn einer, der die eigenen Fehler am wirkungsvollsten bekämpfe. Wegner pflegt ein inniges, beinahe väterliches Verhältnis zu seinen Boxern. Seine Aufgabe sei es, Fehler bei „meinen Jungs“ aufzuspüren und sie zu überwinden. „Denn in jedem Menschen steckt etwas Großes.“ miro

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