Sport : Trainer Skibbe: „Die Peitsche gibt es nicht“

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Herr Skibbe, wie enttäuscht ist ein Trainer nach einem solchen Debüt wie Leverkusens 1:3Niederlage in Mainz?

Ich bin verdammt enttäuscht. Wir haben einfach keinen Biss gezeigt. Solch eine Lethargie ärgert mich.

Sie bezeichnen die Aufgabe bei Bayer als „Traum“. Allein die Vorstellung ihrer drei Brasilianer ähnelte eher einem Albtraum.

Sie haben ein großes Pensum hinter sich, meine Innenverteidiger Juan und Roque Junior habe ich 24 Stunden vor dem Spiel erst kennen gelernt. Doch als Entschuldigung kann ich das nicht gelten lassen.

Was werden Sie kurzfristig ändern?

Es wird eine klare Ansprache geben. Dann wird Dienstag und Donnerstag zweimal trainiert: Ich muss erst mal Bestand aufnehmen, das kann drei Tage, drei Wochen oder auch noch länger dauern. Am Sonntag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart gibt es keine Ausreden mehr. Unsere Fans haben ein Recht darauf, dass die Mannschaft dieselbe Leidenschaft wie der Gegner zeigt.

Sportdirektor Rudi Völler, Ihr Vorgänger als Trainer, hat die Mannschaft kritisiert. Er will am Charakter der Spieler feilen.

Für mich ist wichtig, nicht das Vertrauen in die Mannschaft zu verlieren. Die Peitsche darf es nicht geben. Ich sage aber auch ganz klar, dass diese Leistung nicht taugt, um in der Bundesliga auch nur ein Spiel zu gewinnen.

Die Fragen stellte Frank Hellmann.

Michael Skibbe, 40, ist neuer Trainer in Leverkusen. Er war von Sportdirektor Rudi Völler geholt worden, mit dem er schon im Trainerstab der Nationalmannschaft zusammengearbeitet hatte.

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