Trainerstelle : Häßler wird Vogts-Assistent in Nigeria

Thomas Häßler wird Assistent des neuen nigerianischen Nationaltrainers Berti Vogts. Der Ex-Weltmeister wird seine Position als Techniktrainer beim 1. FC Köln behalten und nur zu Länderspielterminen nach Nigeria reisen.

Köln - "Ich kann das zu hundert Prozent bestätigen. Ich habe heute Vormittag mit Vogts telefoniert und ihm mitgeteilt, dass Thomas diese Aufgabe übernehmen will", sagte Häßler-Berater Ronny Zeller. Ein Vertrag sei zwar noch nicht unterschrieben, "doch daran bestehen von unserer Seite keine Zweifel mehr", sagte Zeller.

Der 40 Jahre alte Häßler werde seine Position als Technik-Trainer des Zweitligisten 1. FC Köln behalten. "Wir sind Chefcoach Christoph Daum und den Kölner Verantwortlichen dankbar, dass sie Thomas die Möglichkeit geben, als Assistent von Berti Vogts in Nigeria zu arbeiten", sagte Zeller. In der kommenden Woche sollen letzte Details ausgearbeitet werden.

Der ehemalige Bundestrainer Vogts hatte unlängst einen Vertrag bis 2010 beim Olympiasieger von 1996 und dreimaligen Afrika-Meister Nigeria unterschrieben. Häßler soll auf Honorarbasis bei den Länderspiel-Terminen der Afrikaner tätig werden und in der länderspielfreien Zeit seiner Aufgabe beim 1. FC Köln nachgehen.

"Wahnsinnsmöglichkeit" für Häßler

Häßler startete seine fußballerische Laufbahn bei Meteor 06 Berlin, ging 1979 zu den Reinickendorfer Füchsen und war von 1984 bis 1990 für Köln in der Bundesliga aktiv. Dabei erzielte er in 149 Erstliga-Einsätzen 17 Tore, ehe er nach der Weltmeisterschaft 1990 in Italien für 7,6 Millionen Euro von Juventus Turin verpflichtet wurde und dann zu AS Rom wechselte. Weitere Stationen für "Icke" waren der Karlsruher SC, Borussia Dortmund, 1860 München und der SV Salzburg. Seine aktive Karriere beendete er im August 2005 mit einem Abschiedsspiel in Köln.

Häßler genieße "weltweit eine hohe Anerkennung - gerade in Afrika. Weil er als Spieler ein großer Techniker war", hatte Vogts seinen künftigen Assistenten am Wochenende öffentlich gelobt. Daum hatte gesagt, Häßler bekomme "die Wahnsinns-Möglichkeit, an der Seite eines der erfahrensten Trainer der Welt zu arbeiten". (tso/dpa)

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