• Trainerstreit in Freiburg: Verbeek über Streich: Unverschämt, brutal, respektlos

Trainerstreit in Freiburg : Verbeek über Streich: Unverschämt, brutal, respektlos

Nürnbergs Trainer boykottiert nach der 2:3-Niederlage in Freiburg die offizielle Pressekonferenz und erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen Kollegen.

Gertjan Verbeek ärgerte sich in Freiburg nicht nur über das Spiel seiner Mannschaft.
Gertjan Verbeek ärgerte sich in Freiburg nicht nur über das Spiel seiner Mannschaft.Foto: dpa

Freiburg - Das bislang packendste und emotionalste Duell dieses Abstiegskampfes war am Ende auch für die Nerven der beiden Trainer zu viel. Nach dem 3:2 (2:1)-Sieg des SC Freiburg gegen den 1. FC Nürnberg am Samstagabend richtete Nürnbergs Trainer Gertjan Verbeek heftige Vorwürfe an seinen Freiburger Kollegen Christian Streich und boykottierte aus Protest sogar die offizielle Pressekonferenz. „Wenn man so von einem Kollegen behandelt und beschimpft wird: So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das ist unverschämt, brutal und respektlos“, sagte der Niederländer.

"So etwas habe ich noch nie erlebt", tobte Verbeek

Verbeek kritisierte Streichs Verhalten am Spielfeldrand und begründete sein Fernbleiben von der Pressekonferenz so: „Ich will mich nicht neben meinen Kollegen setzen. Das ist für mich kein Kollege.“ Das wiederum wollte der Freiburger Coach nicht auf sich sitzen lassen. „Unglaublich, so eine Unterstellung. Das ist Wahnsinn, so etwas zu sagen. Das ist mir völlig unerklärlich. Ich bin emotional - aber null gegen ihn“, wehrte sich Streich.

Freiburg hat nun fünf Punkte Vorsprung auf Platz 17

Die Auseinandersetzung drängte sogar ein Spiel in den Hintergrund, das eigentlich in punkto Spannung und Unterhaltungswert kaum zu überbieten war. Vor 24 000 Zuschauern drehte der Sport-Club eine Partie noch um, in der er durch Emanuel Pogatetz und Josip Drmic per Foulelfmeter zweimal in Rückstand geriet. Pavel Krmas traf zum 1:1, Admir Mehmedi ebenfalls per Elfmeter zum 2:2, ehe Felix Klaus in der 65. Minute das Siegtor gelang. Bei diesem Treffer zeigten sich einmal mehr die Nürnberger Abwehrprobleme. Klaus konnte den Ball im Strafraum unbedrängt annehmen und den Ball in den Winkel schießen. „Das hat Spaß gemacht“, meinte Mehmedi. „Ich denke, das war ein ganz verdienter Sieg. Zehn Punkte aus vier Spielen - das spricht für sich.“

Die Freiburger haben nun fünf Punkte Vorsprung auf Platz 17, aber Streich warnte dennoch: „Wir haben heute ein Spiel gewonnen, aber mehr noch nicht. Wir sind mitten im Abstiegskampf.“ Nürnbergs Torjäger Drmic war nur noch enttäuscht: „Das ist sehr, sehr bitter, denn es ging um sehr, sehr wichtige Punkte. Die haben wir heute aus der Hand gegeben“, lamentierte der Schweizer. dpa

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