Sport : Training für den Schattenkader

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Nun also wieder einmal Sardinien. Schon vor der Fußball-WM 2006 im eigenen Land wurde auf der italienischen Ferieninsel der Grundstein gelegt für eine nicht für möglich gehaltene Entwicklung einer deutschen Nationalmannschaft, die noch im Frühjahr 2006 in Florenz ein Desaster (1:4 gegen Italien) erlebt hatte und dann aber ins WM-Halbfinale führte und schließlich in Platz 3 mündete. Das Geheimnis dieses Erfolgs lag ganz klar in der Turniervorbereitung, bestehend aus einem Regenerationstrainingslager und einem normalen Trainingslager. Das war vor der EM 2008 und der WM 2010 nicht anders.

Im Ausland wird die deutsche Mannschaft um diese Qualität beneidet. Wie schaffen es diese Deutschen nur, sich in einer Turniervorbereitung so auf den Punkt zu trimmen? Was aber, wenn diesem perfekt getimten und organisierten Camp das Wichtigste fehlt, die Spieler nämlich?

Nur 11 der nominierten 27 Spieler trainieren derzeit auf Sardinien. Am Abend spielten gleich 13 Nationalspieler, acht Münchner und fünf Dortmunder, in Berlin um den deutschen Pokal. Sami Khedira und Mesut Özil von Real Madrid reisen wegen diverser Klub-Verpflichtungen ebenfalls deutlich später an. Erst am 25. Mai wird der komplette Kader Joachim Löw zur Verfügung stehen, dann schon im Trainingslager in Südfrankreich. Da bleiben nur noch fünf gemeinsame Tage. Hierin liegt dieses Mal die Herausforderung für das Trainerteam. Sie muss die unterschiedlich trainierten Gruppen zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Ideal ist wirklich anders.

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