Sport : Training gespart

Mönchengladbach und Wolfsburg trennen sich 1:1

Stefan Hermanns

Mönchengladbach - Auf ausführliches Eckentraining kann Horst Köppel, der Trainer von Borussia Mönchengladbach, in der nächsten Woche getrost verzichten. Zum einen fehlen Köppel dazu einige Spieler, die mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind; zum anderen war das Spiel gegen den VfL Wolfsburg „ja fast schon eine Trainingseinheit“, sagte Gladbachs Trainer. 20:1 Ecken wies die Statistik am Ende zugunsten der Borussen aus. Und trotzdem benötigten sie vor 41 206 Zuschauern die Hilfe eines Wolfsburgers, um ihr erstes Tor zu erzielen: In der Nachspielzeit lenkte Kevin Hofland einen Schuss von Kaspar Bögelund zum 1:1-Endstand ins eigene Tor.

„Das ist fast schon tragisch“, sagte Wolfsburgs Trainer Holger Fach. Nachdem sich die Gladbacher eine halbe Stunde lang erfolglos ausgetobt hatten, bestimmte sein Team das Spiel. Bereits der erste Angriff des VfL führte zum 1:0, und die Entstehung war typisch für Gladbachs Unzulänglichkeiten. Der hyperaktive Vaclav Sverkos vertändelte im Mittelfeld den Ball, Jeff Strasser konnte Diego Klimowicz nicht an der Hereingabe hindern, und Mike Hanke musste nur noch seinen Fuß in die Flugbahn des Balles halten, um das erste Tor für seinen neuen Klub zu erzielen.

So gut Klimowicz den Treffer vorbereitet hatte, so ungeschickt stellte er sich zwei Minuten später an. Nachdem ihm Schiedsrichter Wagner die Gelbe Karte gezeigt hatte, applaudierte er und wurde dafür des Feldes verwiesen. Wie schon vor einer Woche in München spielten die Gladbacher mehr als eine Halbzeit lang in Überzahl, doch wiederum wussten sie daraus keinen Vorteil zu ziehen. Schließlich verletzte sich Gladbachs Stürmer Oliver Neuville so sehr, dass er für das Länderspiel gegen Holland absagen musste.

„Die haben so gut wie keine Chance gehabt“, sagte Pablo Thiam, der Kapitän des VfL. Dafür aber hatten die Gladbacher das Glück, dass der letzte Schuss noch abgefälscht wurde.

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