Trainingsauftakt : 3000 Fans schwitzen für Union

Singen, spielen, glücklich sein: Der 1. FC Union lädt bei hochsommerlichen Temperaturen zum Trainingsauftakt an die Alte Försterei. 3.000 Fans kommen und feiern ihr Team wie eh und je.

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Alles im Fluss. Bei Union freut sich nicht nur Trainer Uwe Neuhaus auf die neue Saison.
Alles im Fluss. Bei Union freut sich nicht nur Trainer Uwe Neuhaus auf die neue Saison.Foto: dpa

Die Fans des 1. FC Union mussten wohl etwas zu lange ohne ihre Lieblinge ausharren. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass sie am Montagabend zunächst gar nicht mehr aufhören wollten zu singen? „Unsere Mannschaft, unser Stolz, unser Verein, Union Berlin“, schmetterten sie den Spielern im Stadion An der Alten Försterei lautstark entgegen. Kein Zweifel: Der Anhang scheint schon jetzt bereit für das zweite Zweitligajahr seit dem Aufstieg im Jahr 2009. Die Mannschaft hat dagegen noch rund vier Wochen Zeit, ehe sie mit dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal beim Halleschen FC in die Saison startet.

Zum Trainingsauftakt boten sie den etwa 3000 schwitzenden Fans gestern Abend deshalb auch lediglich ein kleines Trainingsspielchen – es endete friedlich 2:2. Bereits am Morgen hatten die Spieler den obligatorischen Laktattest hinter sich gebracht. Dass es bei den Köpenickern im Bereich Fitness ähnliche Probleme gibt wie bei Ligarivale Hertha BSC, wo Trainer Markus Babbel ja öffentlich konditionelle Mängel anprangerte, ist allerdings eher nicht zu erwarten. Schließlich hatte Coach Uwe Neuhaus seine Profis schon vor dem offiziellen Auftakt in Köpenick zu einem Lauftrainingslager nach Oberhof gebeten. Neuhaus beobachtete nicht nur dort den „enormen Einsatzwillen jedes Einzelnen“, vor allem aber hätten sich die Neuen total schnell ins Team integriert. Gemeint waren Stürmer Halil Savran, die Abwehrspieler Ahmed Madouni und Jerome Polenz sowie Mittelfeldspieler Santi Kolk und Torhüter Marcel Höttecke, die ihre Zottelmähnen beide mit einem Haarband a la Diego Forlán zu bändigen versuchten.

Die Zugänge ernteten beim Einlaufen ebenso viel Applaus wie die aus dem Nachwuchs zu den Profis beförderten Bone Uaferro, Christopher Quiring und Christoph Haker. Ob Unions Kader damit nun vollständig sei, wollte Sportdirektor Christian Beeck nicht sagen. In Sachen Spielplanung besteht jedoch mehr Klarheit. Bevor es für den 1. FC Union in den Ligaalltag geht, warten unter anderem Deportivo La Coruña (25. Juli), der FC Middlesbrough (31. Juli) und Borussia Mönchengladbach (7. August).

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