Sport : Trainingslager: Abschiedsspiel für Karsten Bäron und mehr

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Die Fußball-Bundesligisten trainieren längst wieder für die neue Saison. Bis zum Start am 28. Juli lesen Sie täglich in der Rubrik "Trainingslager", was sich während der Vorbereitung bei den Erstligaklubs tut.

Hamburger SV. Er war ein guter Fußballer, aber erst ein Transparent, auf dem "Air Bäron" stand, machte ihn richtig bekannt: Karsten Bäron. Der Stürmer des Hamburger SV sprang zwar nicht so hoch wie der Basketballer Michael Jordan, der auf den Spitznamen "Air Jordan" hört. Aber sein Kopfballspiel war dennoch gefürchtet. Heute bekommt er sein Abschiedsspiel beim HSV, denn Air Bäron kann schon seit vier Jahren nicht mehr hoch in die Luft springen. Er kann nach acht Knieoperationen noch nicht mal richtig laufen. In Zukunft wird er B-Jugend-Trainer beim Hamburger SV. Seinem Verein dient das Abschiedsspiel gegen den FC Bayern München auch als letzter Test für die am Samstag in Cottbus startende Saison. Dann werden dem Hamburger SV allerdings die Verletzten Präger, Fukal, Ujfalusi, Cardoso und Sandmann fehlen.

Borussia Dortmund. Sie hatten es schon geahnt, nun kam die Bestätigung aus dem fernen Vail in Colorado. Otto Addo hat einen Kreuzbandriss erlitten und fällt für sechs Monate aus. Der Dortmunder Stürmer ist bereits von dem amerikanischen Kniespezialisten Richard Steadman operiert worden, der auch Lothar Matthäus und Karl-Heinz Riedle erfolgreich verarztete.

FC Bayern München. Jetzt will sich auch der FC Bayern erneuern. Wie Präsident Franz Beckenbauer in seiner "Bild"-Kolumne ankündigte, werde die Profifußballabteilung des FC Bayern künftig als Aktiengesellschaft (AG) firmieren. Im Vorstand der AG werden die drei von der Geschäftsstelle sitzen: Manager Uli Hoeneß, Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge und Geschäftsführer Karl Hopfner. Franz Beckenbauer will lediglich als Vorsitzender des Aufsichtsrats fungieren. Damit sinkt sein Einfluss auf Spieler-Transfers und das sportliche Tagesgeschehen. Beckenbauer sagt: "Ich muss mich in den kommenden Jahren ohnehin mehr um die Weltmeisterschaft 2006 kümmern." Außerdem geht ja auch viel Zeit drauf, wenn man gelegentlich mit dem elektrischen Golfwagen von München nach Salzburg schleicht.

FC St. Pauli. Der Angriff bereitet dem Bundesligaaufsteiger noch Sorgen, weshalb der Klub auf dem Transfermarkt noch einmal zuschlug. Der Argentinier Mathias Cenci unterschrieb einen Zweijahresvertrag bei den Hamburgern. Mit dem Transfer des ablösefreien Südamerikaners, der bei Quilmes Athletic Buenos Aires spielte, sind St. Paulis Bemühungen, den Angriff zu verstärken jedoch noch nicht abgeschlossen. Eine Verpflichtung des Polen Piotr Reiss von Hertha BSC kommt jedoch nicht in Frage. Manager Stephan Beutel: "Wir haben andere Kandidaten im Auge. Um wen es sich handelt, möchte ich allerdings noch nicht sagen."

1. FC Kaiserslautern. Schon in der Vorbereitung hatte sich Kaiserslautern für Nzelo Lembi vom FC Brügge interessiert. Nun geht das Pokern wieder los. Grund ist der Kreuzbandriss des Bulgaren Marian Hristow, der Kaiserslautern vermutlich ein halbes Jahr lang fehlen wird. Lembi soll ihn ersetzen.

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