Sport : Trainingslager: Elber und Pizzaro dürfen nicht nach Kolumbien und mehr

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Bis zum Start am 28. Juli lesen Sie täglich in der Rubrik "Trainingslager", was sich während der Vorbereitung bei den Erstligaklubs tut.

Bayern München. Der Meister hat am Montag die Abstellung seiner südamerikanischen Stürmer Giovane Elber und Claudio Pizarro für die kurzfristig wieder angesetzte Copa America in Kolumbien offiziell verweigert. In einem Brief an den Deutschen Fußball-Bund, den dieser an die Fußballverbände Brasiliens und Perus weiterleitet, teilte der Champions-League-Sieger mit, dass er es "ablehnt", beide Spieler nach Kolumbien zu schicken. Der Peruaner Pizarro, der am Montag erstmals in Rotenburg am Training des FC Bayern teilnahm, sprach sich aus Sicherheitsgründen gegen eine Reise nach Kolumbien aus. Während Elber gern zur "Copa" gefahren wäre, ist Pizarro über die harte Haltung des Klubs erfreut: "Ich will da gar nicht hin. Hier zu bleiben ist das Beste für mich." Der FC Bayern lässt sich im Freistellungsstreit auf eine Machtprobe mit dem Fußball-Weltverband (Fifa) ein. Sollte die Fifa nicht auf den Rekordmeister zugehen, schloss Manager Uli Hoeneß sogar juristische Mittel nicht aus: "Dann werden wir in Brüssel klären lassen, ob wir überhaupt Spieler abstellen müssen." Zudem hat der Meister den ersten Verletzten zu beklagen: Hoeneß reiste mit einem Verdacht auf einen Bandscheiben-Vorfall zurück nach München. Der 49-Jährige hatte zuvor über Taubheitsgefühle in beiden Händen geklagt.

Hamburger SV. Stürmer Anthony Yeboah hat dem Verein seinen Abschied angeboten. Wenn der Klub ihn nicht mehr wolle, packe er seine Koffer und verzichte sogar freiwillig auf sein Gehalt oder eine mögliche Abfindung, sagte Yeboah. Der 35-jährige Ghanaer, der in den vergangenen drei Monaten mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen hatte und jährlich rund 2,5 Millionen Mark verdienen soll, wies Vorwürfe zurück, er habe die Option auf eine Vertragsverlängerung mit dem HSV im April nur aus finanziellen Erwägungen gezogen.

1. FC Kaiserslautern. Im Sommertheater um Youri Djorkaeff soll heute der letzte Vorhang fallen. FCK-Chef Jürgen Friedrich beharrte vor dem Gespräch mit dem Franzosen und Lauterns Teamchef Andreas Brehme auf einer weiteren Zusammenarbeit. "Wir werden eine Arbeitsplattform finden, und wenn Youri seine Leistung bringt, wird er auch wieder bei uns spielen", sagte Friedrich. Für den von Djorkaeff attackierten Brehme ist der Fall klar. "Er soll uns einen neuen Verein bringen, dann kann er gehen", sagte der Teamchef.

Bayer Leverkusen. Der italienische Spitzenklub Lazio Rom will für 70 Millionen Mark den brasilianischen Nationalspieler Lucio von Bayer Leverkusen verpflichten. Für Bayer-Manager Reiner Calmund ist der 23-Jährige, der in der Winterpause für 17,5 Millionen Mark von Internacional Porto Alegre an den Rhein wechselte, unverkäuflich: "Er ist ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft."

FC St. Pauli. Die Hamburger befinden sich auf Stürmersuche. Seit Montag wird der argentinische Angreifer Mathias Cenci von Quilmes Athletic im Trainingslager im österreichischen Leogang getestet. Der 23-Jährige, der als äußerst kopfballstark gilt, würde die Hanseaten keine Ablöse kosten.

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