Sport : Trainingslager: Jancker bleibt und mehr

mehr

Die Fußball-Bundesligisten trainieren längst wieder für die neue Saison. Bis zum Start am 28. Juli lesen Sie täglich in der Rubrik "Trainingslager", was sich während der Vorbereitung bei den Erstligaklubs tut.

Bayern München: Irgendwie zieht es alle Spieler in die Ferne, aber irgendwie kommen sie alle nicht so richtig weg. So möchte Giovane Elber an der Copa America teilnehmen, doch die Drohungen der Fifa beeindrucken die Bayern nicht. "Ich wäre längst in Kolumbien", seufzt Elber. Sturmkollege Carsten Jancker wäre auch gern woanders. Doch seine Suche nach einem neuen Klub blieb erfolglos. "Ich gehe davon aus, dass ich bei Bayern bleibe", sagte Jancker, der angeblich beim AC Florenz und beim englischen Premier-League-Aufsteiger FC Fulham im Gespräch war. Der Einzige, der das Trainingslager vorzeitig verlassen durfte, war Ciriaco Sforza. Der Schweizer kehrte wegen einer Knieverletzung nach München zurück.

Borussia Dortmund: Die Dortmunder Verletztenliste wird länger. Im heutigen Ligapokalspiel gegen Freiburg werden Sunday Oliseh und Jan-Derek Sörensen nur zuschauen. Libero Oliseh leidet noch an den Folgen einer Halswirbelverletzung, Sörensen laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Angesichts der Ausfälle scheinen die Dortmunder noch ein paar Neuzugänge zu suchen. Trotz der bisher investierten 72 Millionen Mark ist der Kaufrausch offenbar noch nicht gestillt. Seit Montag absolviert der 19-jährige Franzose Guy Demel von Arsenal London ein Probetraining bei den Borussen. "Er hat einen guten Eindruck hinterlassen", sagte Trainer Matthias Sammer über den defensiven Mittelfeldspieler.

Energie Cottbus: Die Aufregung war groß, aber zum Glück verfrüht. Defensivspezialist Jörg Scherbe erlitt im Testspiel der Lausitzer bei Rapid Wien (2:1) eine schwere Wadenprellung. Doch der ursprünglich befürchtete Anbruch des Wadenbeins erwies sich nach einer Computer-Tomographie als falsche Diagnose. Einen Rückschlag musste dagegen Stürmer Sebastian Helbig hinnehmen. Er hatte nach seinem Bänderabriss im Sprunggelenk das Lauftraining zu früh begonnen. Nun hat er eine Schleimbeutelentzündung und muss weiter pausieren. So viel zum Thema verfrühte Aufregung.

1. FC Nürnberg: Lange hat er warten müssen, nun ist er wieder dabei: Mannschaftskapitän Martin Driller ist nach einem halben Jahr Zwangspause wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Driller hatte sich im Januar und März Bandscheibenoperationen unterziehen müssen, im Juni einer weiteren Operation wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung.

Hamburger SV: Diesmal wollen sie oben mitspielen. In der neuen Saison möchte der HSV zu den fünf besten Bundesligisten gehören. Das verkündete zumindest Aufsichtsratschef Udo Bandow im "Hamburger Abendblatt". So recht scheint er aber selbst nicht an den Erfolg zu glauben. Einen Börsengang schließt Bandow für die nächsten drei Jahre aus. Voraussetzung dafür seien "geordnete wirtschaftliche Verhältnisse".

1860 München: Es ist fast eine unendliche Geschichte. Abwehrspieler Tomas Votava muss erneut wegen starker Beschwerden an der Achillessehne pausieren. Der Nationalspieler war bereits 1999 - kurz nach seinem Wechsel zu 1860 München - nach einem Achillessehnen-Abriss mehr als ein halbes Jahr ausgefallen und hatte auch in der Folge immer wieder für längere Zeit wegen Verletzungen passen müssen. Aber Trainer Werner Lorant ist inzwischen Verzicht gewöhnt. Bereits verletzt sind Marco Kurz, Martin Stranzl und Torben Hoffmann.

SC Freiburg: Die Euphorie im Breisgau ist drei Wochen vor Bundesligastart kaum zu bremsen. Bereits jetzt haben alle 21 000 Dauerkarten-Inhaber ihre Option für ein weiteres Jahr wahrgenommen. Damit dürfte so gut wie jedes Heimspiel der Freiburger im 25 000 Zuschauer fassenden Dreisamstadion ausverkauft sein. Auch die Karten für das erste Uefa-Cup-Spiel im September sind bereits restlos vergeben. Dabei steht der Gegner noch gar nicht fest.

0 Kommentare

Neuester Kommentar