Sport : Trainingslager: Verletzungsprobleme bei Bayer Leverkusen und weitere Meldungen

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Die Fußball-Bundesligisten trainieren längst wieder für die neue Saison. Bis zum Start am 28. Juli lesen Sie täglich in der Rubrik "Trainingslager", was sich während der Vorbereitung bei den Erstligaklubs tut.

Bayer Leverkusen. Es hätte durchaus schlimmer kommen können. Auf den Sieger der Partie Omonia Nikosia - Roter Stern Belgrad wird Bayer in der Qualifikation zur Champions League treffen. Weniger Glück hatten die Leverkusener dagegen beim Testspiel gegen BK Häcken aus Schweden: Sowohl Jens Nowotny als auch Paulo Rink verletzten sich. Während sich Nowotny lediglich eine Platzwunde am Kopf zuzog, fällt Rink mit einem Bäderriss im Sprunggelenk für mehrere Wochen aus. Auch der Brasilianer Mario Jardel wird ihn nicht ersetzen. Eine brasilianische Sportzeitung hatte zwar berichtet, dass Leverkusen Interesse an dem Stürmer hätte. Inzwischen dementierte Manager Reiner Calmund allerdings: "Wir hatten und haben kein Interesse an Jardel." Für den Brasilianer dürfte das kein Problem sein. Er hat Angebote aus Valencia, Porto und Lissabon vorliegen. Aber was macht nun Leverkusen?

Hansa Rostock. Die fanatischsten Fans hat weder Dortmund noch Schalke, sondern Rostock. Bei der Saisoneröffnungsparty erhitzte sich das sonst nicht gerade heißblütige Temperament der norddeutschen Anhänger so sehr, dass die ganze Veranstaltung abgebrochen werden musste. Mehrere hundert Fans wollten an der Autogrammstunde sämtlicher Spieler teilnehmen und wurden im Gedränge vor der einzigen Eingangstür gegen einen Zaun gedrückt. Nur mit Mühe konnte der überforderte Sicherheitsdienst eine Panik unter den insgesamt über 6 000 Besuchern. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", kommentierte Neuzugang Dietmar Hirsch die Vorgänge. Willkommen in Rostock!

Borussia Dortmund. Ein bisschen muss Trainer Matthias Sammer noch warten, bis der Gegner seines Teams in der Qualifikation für die Champions League feststeht. Allerdings ist der Kandidatenkreis seit gestern sehr eingeschränkt. Dortmund muss in der zweiten Runde der Qualifikation gegen den Sieger des Duells Schachtjor Donezk gegen FC Lugano antreten. Beide Teams haben vor, bis zum 1. August einen Sieger zu ermitteln. Während es dem Trainer egal ist, gegen wen man antritt, fürchtet Sportdirektor Michael Zorc vor allem die Ukrainer aus Donezk. "Sie haben im letzten Jahr in der Champions League gespielt und einen guten Eindruck hinterlassen - deswegen haben wir auch Respekt." Stefan Reuter sieht das ähnlich: "Im Tessin ist es zwar schöner, aber Donezk erscheint mir leistungsstärker." Zunächst kann Dortmund nur eines tun: warten.

FC Bayern München: Wenn man beim FC Bayern nach jeder Saison den unbekanntesten Spieler wählen würde, hätte einer in den vergangenen zwei Jahren mit großem Abstand gewonnen: Slawomir Wojciechowski. Vor eineinhalb Jahren hatten die Bayern den polnischen Mittelfeldspieler in der Winterpause eingekauft, 1,5 Millionen Mark hatte er gekostet. In dieser Zeit kam er auf drei Bundesligaspiele und erzielte ein Tor. In der kommenden Saison allerdings wird Wojciechowski den Titel des unbekanntesten Bayern-Spielers nicht mehr bekommen. Er wechselt zurück zum FC Aarau in der Schweiz. Dem Verein, von dem er kam. Es ist, als sei er nie dagewesen.

FC Energie Cottbus. Wenn Präsident Dieter Krein redet, findet er meist deftige Worte. So auch am Donnerstagabend bei der Mitgliederversammlung von Energie Cottbus. "Die Politik hat keinen Anteil am Aufstieg in die Bundesliga", schimpfte er. Nun will Krein natürlich nicht, dass Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe persönlich für ein paar Tore schießt. Aber ein wenig Geld für den Stadionausbau sollte es schon sein. Die Pläne für die Erweiterung des Stadion der Freundschaft seien immer noch nicht in trockenen Tüchern, ärgerte sich Krein. Seit dem Aufstieg bemüht sich der Klub nun, Fördermittel von insgesamt 28 Millionen Mark für den Umbau des Stadions zusammenzubekommen. Weil das alles so lange dauert, hat der Klub schon Eigeninitiative entwickelt. Anzeigentafel, Rasenheizung, Flutlicht und den Umbau der Westtribüne hat der Klub vor allem selber möglich gemacht.

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