Trainingslager von Hertha BSC : Die drei Neuen im Boot

Hertha hat das Trainingslager in Stegersbach bezogen. Mit dabei die drei Neuzugänge Wagner, Allagui und Sahar. Und auch Ramos und Raffael. Für letzteren liegt nun ein verbrieftes Interesse vor, so Manager Preetz.

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Neu gegen alt. Sami Allagui (links) gegen Roman Hubnik.
Neu gegen alt. Sami Allagui (links) gegen Roman Hubnik.Foto: Matthias Koch

Das Wetter meinte es gut mit Hertha BSC. Statt der vorhergesagten Regenschauer begrüßte Sonnenschein die 31 Spieler, die die Reise ins Burgenland angetreten hatten. Nikita Rukavytsya blieb in Berlin, der Australo-Ukrainer hat sich eine schwere Zerrung in der rechten Wade zugezogen und fällt sieben bis zehn Tage aus. Die erste Übungseinheit nach der Anreise per Flugzeug und Bus absolvierten in Stegersbach dafür die Stürmer Sandro Wagner, Ben Sahar und Sami Allagui, die erst am Vortag verpflichtet wurden. Sie hatten schon vor der Abreise für einen Laktattest geschwitzt. „Ich wusste schon seit zwei Wochen von Herthas Interesse, vor einer Woche wurde es dann konkreter“, sagte Wagner, der aus Bremen kam. „Es wäre schon früher fix gewesen, aber es mussten noch einige Dinge mit Werder geklärt werden.“ Am Donnerstag habe sein alter Klub dann eingelenkt.

Als Ziel nannte der 24-Jährige, „den nächsten Schritt zu machen und Selbstvertrauen zu tanken. Der Trainer hat gezeigt, dass er Spieler besser machen und formen kann“. Der Israeli Sahar nimmt sich dagegen vor, nach neun Vereinsstationen in sieben Jahren sesshaft zu werden. „Berlin ist ein guter Ort, um ein paar Jahre zu bleiben. Ich kenne hier auch ein paar Leute außerhalb des Platzes“, sagte der 22-Jährige. Er erhofft sich zudem dank seines polnischen Großvaters und seiner Mutter, die beide Deutsch sprechen, einen Vorteil beim Erlernen der Sprache. Dass die drei direkte Konkurrenten seien, müsse nicht so sein, es gebe verschiedene Systeme, findet Allagui. Zudem „ergänzen Sandro und ich uns gut und können uns helfen, er ist eher ein großer Langer, ich eher kleiner“, sagte der Deutsch-Tunesier.

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Dass alle drei Transfers am gleichen Tag perfekt gemacht wurden, sei „Zufall“, sagte Manager Michael Preetz, „an den Themen arbeiten wir schon seit Wochen.“ Ein finanzielles Risiko sieht er bei drei Transfers nicht. „Bei der Ablöse für Allagui mussten wir uns wirtschaftlich strecken, aber Sahar und Wagner waren ablösefrei.“ Eine Notwendigkeit, nun Spieler zu verkaufen, sieht er nicht. Auch nicht Raffael, für den laut Preetz ein verbrieftes Interesse vorliegt und mehrere Anfragen. „Wir werden sehen, ob es in den nächsten Tagen finale Bewegungen gibt“, sagte er. „Aber wir müssen Raffael und Adrian Ramos nicht abgeben.“ Die beiden Südamerikaner sind ebenfalls nach Österreich mitgereist. Wie die drei neuen Stürmer könnten sie am Samstag beim Test gegen Norwich City zum Einsatz kommen. Dann hoffentlich wieder bei Sonnenschein.

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