Sport : Trainingslager: Youri Djorkaeff hat keine Lust mehr und weitere Meldungen

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Die Fußball-Erstbundesligisten trainieren längst wieder für die neue Saison. Bis zum Start am 28. Juli lesen Sie täglich in der Rubrik "Trainingslager", was sich während der Vorbereitung bei den Vereinen tut.

1. FC Kaiserslautern: Klubchef Jürgen Friedrich ist stocksauer, Teammanager Andreas Brehme unversöhnlich und die Mannschaft gegen ihren eigenwilligen Star. Im Sommertheater um Youri Djorkaeff deutet alles auf eine Trennung von dem arbeitsunwilligen und abwanderungswilligen Franzosen hin. Spätestens am Montag soll sich in einem "allerletzten Gespräch" entscheiden, ob die tiefen Risse noch zu kitten sind. Djorkaeff, dessen Vertrag noch bis 2002 läuft, war nicht zum Training erschienen und hatte sich gegenüber Brehme abfällig geäußert. Dafür war er mit einer Geldstrafe von 30 000 Mark belegt worden. Die Reihe der Provokationen setzte Djorkaeff gestern fort, als er nicht zur verabredeten medizinischen Untersuchung erschien. Kommentar von Brehme: "Ich werde auch eine Entschuldigung nicht akzeptieren." Auch Mario Basler hat für Youri Djorkaeffs Extravaganzen kein Verständnis: "Wir laufen uns im Trainingslager die Lunge aus dem Hals, und er lacht sich kaputt."

Bayer Leverkusen: Beim Saisonstart gegen den VfL Wolfsburg muss Leverkusen auf Stürmer Dimitar Berbatow verzichten. Der Bulgare ist wegen eines Schadens am Außenmeniskus vom Trainingslager in St. Gallen in die Heimat zurückgereist und muss dort operiert werden.

Schalke 04: Die von Manager Rudi Assauer bereits als vollzogen gemeldete Verpflichtung von Torwart Frank Rost für die Saison 2002/2003 ist laut Werder Bremens Sportdirektor Klaus Allofs noch nicht perfekt. "Wir haben Gespräche geführt. Dabei sind sich beide Vereine auch nahe gekommen. Es ist aber längst noch nicht alles unter Dach und Fach. Es müssen einige wichtige Dinge noch geklärt werden", sagte Allofs. Weiterhin bei den Schalkern im Gespräch ist der argentinische Defensivspieler Anibal Matellan von den Boca Juniors.

Energie Cottbus: Vragel da Silva, der vom Zweitliga-Absteiger SSV Ulm gekommene Abwehrspieler, leidet neben Rückenproblemen nun auch noch unter einer schweren Angina. Da Silva wird aber bis zum Ende des Trainingslagers am Samstag in Lindabrunn (Österreich) bleiben. Angeschlagen sind die beiden Ungarn Vilmos Sebök und Otto Vincze. Sebök plagen Adduktorenprobleme, der neu verpflichtete Vincze klagt über eine Knochenhautreizung. Trainer Eduard Geyer hat sich unterdessen darauf festgelegt, dass Torhüter Tomislav Piplica seine Nummer eins bleibt. Der vom Zweitligisten Alemannia Aachen geholte André Lenz muss damit vorerst auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Bayern München: Manager Uli Hoeneß geht auf Schmusekurs zu Borussia Dortmund. Dortmunds Manager Michael Meier und er seien "richtig gute Kollegen, die sich sehr schätzen", sagte Hoeneß, "wir haben zuletzt nur ein bisschen gestichelt." Borussias Manager Meier hatte Hoeneß in heftiger Form attackiert ("populistisch und niveauarm") und mit anwaltlichen Schritten gedroht, weil dieser unterstellt hatte, die Dortmunder hätten nach ihren Investitionen in neue Spieler nicht mehr viel Geld von ihrem Börsengang übrig.

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