Sport : Trainingslager

VfB Stuttgart: Der harte Hund bleibt. Der VfB hat am Rande seines Trainingslagers in Portugal den Vertrag mit Trainer Felix Magath erwartungsgemäß um zwei Jahre bis zum Saisonende 2004 verlängert. Ob er seine Ankündigung, die Stuttgarter in dieser Zeit in einen internationalen Wettbewerb zu führen, in die Tat umsetzen kann, ist ungewiss. Auf eines kann sich Herr Magath jedoch verlassen: "Wenn wir erfolgreich sind, verdiene ich gut. Wenn wir nicht erfolgreich sind, verdiene ich auch gut." Zuvor war bereits der Vertrag des Weißrussen Alexander Hleb bis 2006 verlängert worden.

FC Schalke 04: Nach Chefcoach Huub Stevens, der ab dem 1. Juli Hertha BSC Berlin betreuen wird, verlässt auch Co-Trainer Holger Gehrke die Schalker zum Saisonende. Der 41-Jährige wird seinen zum 30. Juni auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Wohin es ihn zieht und wer sein Nachfolger wird, ist zwar noch nicht bekannt. Wahrscheinlich ist jedoch, dass der gebürtige Berliner Gehrke Stevens in die Haupstadt folgt.

Borussia Dortmund: Die Bolton Wanderers haben Fredi Bobic von seinem Reservistendasein erlöst. Nach drei Einsätzen und null Toren in der Hinrunde hatte Trainer Matthias Sammer ein Einsehen und überließ den Torschützenkönig von 1996 für rund 360 000 Euro bis zum Ende der Saison dem englischen Erstligisten, mit anschließender Kaufoption für die Kleinigkeit von 3,8 Millionen Euro. Ein anderer steht gleich bei seinem ersten Spiel für die Dortmunder in der Anfangself: Der aus Freiburg gekommene Sebastian Kehl darf seinem Trainer im Testspiel gegen Greuther Fürth zeigen, dass er das ganze Transfer-Hickhack wert war. Nicht spielen wird Marcio Amoroso, der von Sammer eine Denkpause verordnet bekam, weil er seinen Heimaturlaub eigenmächtig um zwei Tage verlängert hatte. Amoroso ist eben auch nur ein Brasilianer.

Borussia Mönchengladbach: Der Vermarkter Sportwelt hat gegen den Tabellen-14. ein Feststellungsklage erhoben, weil dieser ein Darlehen über 15 Millionen Mark zur Finanzierung des Stadionneubaus für die WM 2006 gekündigt, die Summe aber nicht zurückgezahlt habe. Statt dessen hatte die Borussia eine Gegenrechnung aufgemacht und ihrerseits Geld von der Sportwelt gefordert. Ursprünglich war ein Zuschuss des Vermarkters in Höhe von 30 Millionen Mark eingeplant, der nicht geflossen ist, weil Mönchengladbach laut Sportwelt absprachewidrig keine Konzepte für Vermarktung, Verzinsung oder Beteiligung vorgelegt habe. Michael Meeskens, Sprecher der Sportwelt: "Wir wollen nun per Feststellungsklage die Unwirksamkeit der Kündigung aller Verträge prüfen lassen." Außerdem wurden rechtliche Schritte eingeleitet, weil die Borussia seit April 2001 keine Zinsen mehr aus einem weiteren Darlehensvertrag bezahlt hat.

Energie Cottbus: Die Cottbuser starteten gestern in ihr zehntägiges Trainingslager. Dabei haben die etatmäßigen Minimalisten diesmal nicht geknausert, Dubai bei 30 Grad im Schatten sollte es schon sein. Der weite Weg und die warme Sonne beförderten bei Trainer Geyer dann auch bislang unbekannte Wesenszüge ans Tageslicht: Er zeigte sich wegen der Zeitverschiebung großzügig und verschob das erste Training nach hinten. Bei den drei anstehenden Testspielen wird er wohl mehr Wert auf Pünktlichkeit legen. Zuerst geht es heute gegen den kasachischen Meister Astana. Es folgt eine Begegnung gegen Rostelmasch Rostow, bevor das Team auf den einheimischen Erstligisten Al Shasira trifft.

Zach verlässt die Huskies

Eishockey-Bundestrainer Hans Zach wird die Kassel Huskies in der Deutschen Eishockey-Liga zum Saisonende nach vier Jahren verlassen. "Vier Jahre bei einem Verein sind genug. Wenn immer wieder die besten Spieler weggekauft werden, das frustriert", sagte der 50-Jährige. Offen ließ Zach, ob er nach den Olympischen Spielen seinen Vertrag beim Eishockeybund verlängern will.

Burgwedel zieht Team zurück

Der TTFC Burgwedel hat seine Mannschaft vom Spielbetrieb in der Tischtennis-Bundesliga der Frauen zurückgezogen. Damit ist der Aufsteiger der erste Absteiger der Saison 2001/2002. Als Grund für den Rückzug gab der Vorstand hohe Verbindlichkeiten an.

Rogge zweimal in Berlin

Der neue Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, wird am 24. Januar in Berlin zu einem ersten Meinungsaustausch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder zusammentreffen. Thematisiert werden soll die Verankerung des Sports in den europäischen Verträgen. Zudem dürfte die von der Bundesregierung unterstützte deutsche Olympia-Bewerbung für die Spiele 2012 eine Rolle spielen. Da der Belgier am kommenden Montag in Berlin auch am Empfang des deutschen NOK teilnimmt, wird er innerhalb von zehn Tagen zwei Mal die Hauptstadt besuchen.

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