Transfergerangel : Lewski-Präsident beleidigt Energie Cottbus

Der Streit um den Transfer von Stanislaw Angelow von Lewski Sofia lässt die Emotionen überkochen. Der Präsident von Lewski Sofia spottete mit den Worten: Energie Cottbus ist "in der Welt total unbekannt."

CottbusDer Transferstreit zwischen Fußball-Bundesligist Energie Cottbus und Lewski Sofia um Stanislaw Angelow spitzt sich weiter zu. Die am Montag in Sofia geplanten Vermittlungsgespräche zwischen Vertreten von Lewski, des bulgarischen Verbandes sowie der Deutschen Fußball-Liga (DFL) waren kurzfristig abgesagt worden.

Statt der erhofften Einigung ging Lewski-Präsident Todor Batkow in die verbale Offensive und rückte den Cottbuser Club in die Zeit des Nationalsozialismus. "Offenbar haben sie ihre Lektion aus der Geschichte nicht gelernt: Wir leben im Jahre 2007, und nicht 1942. Unsere Mannschaft hat allen Grund, stolz zu sein, im Gegensatz zu ihrer. Sie sind in der Welt total unbekannt", sagte Batkow vor bulgarischen Journalisten und forderte, dass man "dem bulgarischen Meister den gebührenden Respekt zollt".

Energie-Manager sprachlos

Energie-Manager Steffen Heidrich zeigte sich sprachlos. "Mir fehlen die Worte. Es ist traurig, dass sich ein Vereinsfunktionär zu solchen Worten hinreißen lässt", sagte Heidrich der "Lausitzer Rundschau".

Angelow hat bei Energie bereits einen Vertrag bis 2010 unterschrieben. Dank einer Ausstiegsklausel kann er Sofia für die festgeschriebene Ablösesumme von 180.000 Euro verlassen. Darüber hinausgehende Forderungen lehnen die Lausitzer ab. Der bulgarische Meister besteht jedoch auf Verhandlungen über eine höhere Ablöse und verweigerte Angelow bislang die Freigabe. Nach dem geplatzten Vermittlungsgespräch muss nun der Fußball-Weltverband Fifa ein Machtwort im Streitfall Angelow sprechen. "Wir bereiten gerade die letzten Unterlagen vor", sagte Energiesprecher Ronny Gersch. (mit dpa)

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