Transfermarkt : Das war’s mit Ribéry

Mathias Klappenbach über den Sommerschlussverkauf im Fußball. Späte Schnäppchen sind nicht in Sicht.

Mathias Klappenbach

Halten, sagen sich die Verantwortlichen beim Hamburger SV. 14 Millionen Euro, das ist nicht der Kurs, zu dem man Rafael van der Vaart abgeben sollte, auch wenn er unbedingt weg will. Der Transfermarkt vor dem Ende der Wechselperiode am 31. August ist ein unübersichtlicher Basar aus vorgeblichen Schnäppchen und Qualitätsware, für die wohlhabende Marktbesucher bereit sind, viel auszugeben.

Herthas Manager Dieter Hoeneß sagt seit Jahren, dass sich der Transfermarkt nach hinten verschoben hat. Dort gab es in den vergangenen Jahren auch spät noch vergleichsweise günstige Spieler, die Hertha weitergeholfen haben – wie Marko Pantelic oder Christian Gimenez. Problematisch wird es, wenn die Liquidität begrenzt ist und zudem die anderen genau wissen, wie groß die Not beim Kunden ist. Da kann ein Stürmer aus der Schweiz schnell mal zehn Millionen und mehr kosten. Und in diesem Jahr ist der Markt nicht nur für Hertha eng. Im Spätkauf kostet alles ein bisschen mehr, gerade für Besserverdienende wie den VfL Wolfsburg.

Der FC Bayern etwa muss für denselben Spieler ohnehin immer mehr bezahlen als andere. In diesem Sommer hatten die Münchner aber ihre neuen Stars bereits unter Vertrag, bevor Real Madrid überhaupt damit angefangen hat, seinen Kader zusammenzustellen. Endgültige Sicherheit bedeutet das allerdings nicht. Valencia bietet heute bestimmt 19 Millionen Euro für van der Vaart. Und Real morgen 88 Millionen für Franck Ribéry.

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