Transfermarkt : Hertha sucht einen Stürmer, der "sofort" hilft

Um den neuen Mann zu finanzieren, müssen andere gehen - so wie Lucio: "Er hat Angst vor Zweikämpfen", sagt Herthas Trainer Lucien Favre.

Claus Vetter
favreherta
Lucien Favre.Foto: dpa

Berlin - Mönchengladbach, Kopenhagen, Bochum, Jahn-Sportpark: Hertha BSC darf im Olympiastadion vorübergehend nicht zu Gast sein, die Leichtathletik-WM ermöglicht den Berlinern eine längere Exkursion. Die beginnt am Sonntag mit dem Bundesligaspiel in Mönchengladbach. Vier Tage später treten die Berliner in der Europa League bei Bröndby an, müssen danach zum VfL Bochum; dann kommen die Kopenhagener zum Europa-League-Rückspiel am 27. August in den Jahn-Sportpark. Für Trainer Lucien Favre ist der Ausgang von Herthas Ausflug programmatisch für die weitere Saison. „Das sind alles schwere Spiele, danach wissen wir, wo wir stehen“, sagt der Schweizer.

Auch der US-Amerikaner Arguez wechselt

 Nach dem vom Ergebnis her gelungenen Bundesliga-Start, dem 1:0 gegen Hannover, suchen die Berliner noch nach einem Stürmer, „der sofort helfen kann“, wie Favre sagt. Damit noch Geld für den neuen Angreifer in die Kasse kommt, will sich Hertha, nachdem Amine Chermiti ausgeliehen wurde, von Bryan Arguez und Lucio trennen. Der Brasilianer Lucio hatte den Trainer öffentlich kritisiert, Favre sagt nun: „Lucio bewegt sich korrekt, aber er hat Angst, in die Zweikämpfe zu gehen.“ Also wäre der erst mal nichts für Hertha.

Manager Preetz aber will von einem angespannten Verhältnis zwischen Trainer und Spieler nichts wissen. „Die Aussage, dass Lucio nie wieder unter Favre spielen will, kann man vergessen“, sagt Preetz. „Lucio hat nach seiner Verletzung zwei Jahre nicht gespielt. Wir sind interessiert daran, ihn auszuleihen, damit er Spielpraxis bekommt.“ Bislang gebe es „nur einen Kontakt nach Südamerika“. Im Falle Arguez sei man weiter. Der US-Amerikaner wird wohl zum RSC Charleroi nach Belgien wechseln. 


0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben