Sport : Transferregelung: Kündigung erst nach zwei Jahren

Deutschlands Fußball-Spielergewerkschaft VdV hat sich durchgesetzt: Bei einer Versammlung in Rom mit der internationalen Vertretung Fifpro, die ursprünglich radikalere Positionen vertrat, wurde folgender Vorschlag der Deutschen, angeführt von Präsident Florian Gothe und Geschäftsführer Ernst Thoman, akzeptiert: Spieler, die einen Drei-Jahresvertrag oder einen Kontrakt mit noch längerer Laufzeit unterschrieben haben, dürfen diesen Vertrag frühestens nach zwei Jahren kündigen - und nicht, wie der Fußball-Weltverband Fifa vorgesehen hatte, jederzeit mit dreimonatiger Kündigungsfrist.

Thoman sagte: "Damit sind wir den Vereinen als Arbeitgeber weit entgegengekommen. Aber auch uns Spielern geht es darum, den Fußball als Beruf zu erhalten. Wir denken, wir haben einen gangbaren Kompromiss gefunden." Ablehnend stehen die deutsche Interessenvertretung und die internationale Gewerkschaft allerdings der Idee gegenüber, für Spieler bis zu 23 Jahren eine als Ausbildungsentschädigung kaschierte Transferregelung durch die Hintertür einzuführen. Thoman erklärte: "Wenn ein Spieler vorzeitig gehen will, muss der abgebende Verein entschädigt werden. Das kann nicht nur das Restgehalt des Spielers sein, sondern seine individuelle Leistungsstärke muss auch berücksichtigt werden."

Ziel der VdV und der FIFPRO ist es offensichtlich, mit der Europäischen Fußball-Union Uefa und dem Welt-Verband Fifa zu Kompromissen zu kommen, damit der Berufsfussball gegenüber der EU als Einheit auftreten kann.

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