Sport : Transparency International bekämpft Korruption im Sport

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Berlin - Transparency International, das unabhängige Netzwerk gegen Korruption, will Grundsätze für einen sauberen Sport erarbeiten. Zu diesem Zweck wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die Strukturen der Sportverbände ausleuchten und ethische Regeln erarbeiten soll. „Wir wollen eine grundlegende Demokratisierung der internationalen Sportverbände erreichen“, sagte Sylvia Schenk, die frühere Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer, am Montag in Berlin. Die Gruppe, in der Schenk mitarbeitet, forderte den in Gründung befindlichen Deutschen Olympischen Sportbund auf, einen Ethik-Code zu erarbeiten und eine Ethik-Kommission einzurichten.

„Korruption ist der Missbrauch anvertrauter Macht zum eigenen Nutzen“, sagte Hansjörg Elshorst, Chef der deutschen Sektion von Transparency. „Besonders Verbände, die ihre Entscheidungen nicht öffentlich kontrollieren lassen, sind anfällig für Kriminalität.“ In internationalen Organisationen wie dem Welt-Fußballverband Fifa müssten vor allem die nationalen Verbände auf Transparenz drängen. Die Gruppe forderte alle Sportverbände auf, eine wirtschaftliche Berichtspflicht einzuführen. Wichtige Verträge dürften nur nach dem Vier-Augen-Prinzip unterzeichnet werden, leitende Positionen sollten regelmäßig umbesetzt werden. ide

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