Sport : Traum gleich Anspruch

Der TTC Eastside geht erstmals als Titelfavorit in die neue Tischtennis-Saison.

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Vier gewinnt? Kristin Silbereisen zählt zum Spielerinnenquartett des TTC. Foto: dpa
Vier gewinnt? Kristin Silbereisen zählt zum Spielerinnenquartett des TTC. Foto: dpaFoto: picture alliance / dpa

Berlin - Es ist Mittwoch, 9 Uhr, im Restaurant Honigmond in Berlin Mitte. Geladen hat der TTC Berlin Eastside, wie sich der Klub nach eigenem Gusto exakt schreibt, es soll um die neue Tischtennis-Saison gehen. Zwar hat diese für die Berlinerinnen eigentlich schon am Wochenende begonnen, da qualifizierten sie sich für den erstmals seit 1985 wieder eingeführten Pokalwettbewerb. Richtig interessant wird es für den Klub aber erst am Samstag in der Champions League gegen Frankreichs Spitzenteam Metz TT (18 Uhr, große Spielhalle des TSC). Und am Sonntag im ersten Bundesliga-Match gegen TTG Bingen (14 Uhr, Halle an der Fritz-Reuter-Schule).

„In allen drei Wettbewerben wollen wir eine Hauptrolle spielen“, sagt Präsident Alexander Teichmann, „die beiden nationalen Titel sind ein Muss.“ Und in der Champions League, ergänzt Teichmann, soll es bitteschön auch das Finale werden, mindestens. Grund für den Optimismus ist die erfolgreiche Personalpolitik in den vergangenen Monaten. In Shan Xiaona, der Deutschen Meisterin im Einzel, und Kristin Silbereisen hat man zwei starke Spielerinnen vom zurückgezogenen Deutschen Meister Kroppach verpflichtet. Damit verfügt Eastside nun über ein Spitzenquartett, das seinesgleichen sucht. Zu den Neuen gesellen sich in Irene Ivancan, Vizeeuropameisterin 2011, und der Ungarin Georgina Pota, der langjährigen Nummer zwei des TTC, zwei ambitionierte Spielerinnen.

„Der teaminterne Konkurrenzkampf kann der Stärke der Mannschaft nur guttun“, sagt Trainerin Irina Palina, die ab dem 1. Januar auch die Funktion der Managerin übernehmen wird. Alle Trainer und Manager der Bundesliga haben derweil Eastside als neuen Meister vorausgesagt. „Wir nehmen die Favoritenrolle an und werden sie selbstbewusst ausfüllen“, verspricht Teichmann. Der Auftritt gegen Metz wird die erste Bewährungsprobe.

Die Champions League hat Eastside 2011 schon einmal gewonnen, die nationale Meisterschaft noch nicht. „Diesen Traum wollen wir uns endlich erfüllen. Seit dem Aufstieg in die Erste Liga 1997 waren wir nur zweimal nicht unter den Top drei“, sagt Teichmann „jetzt wird es Zeit für die Poleposition.“ In den 70er und 80er Jahren haben die Vorgängervereine des TTC Eastside 17 Mal die DDR-Meisterschaft gewonnen. „Aus gesamtdeutscher Sicht muss man mit Blick auf Berlin bis in die 30er Jahre zurück, als die BSG Osram 1936 bis 1938 dreimal in Serie den Titel holte“, sagt Teichmann.

Rund 180 000 Euro beträgt der Etat des Vereins in dieser Saison, er hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert. Die Titelprämien gehen im übrigen in einen gemeinsamen Topf der Mannschaft, die den Inhalt wiederum eigenständig aufteilt. Klaus Weise

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