Sport : Traumtor von Stindl bringt 96 den Sieg Hannover zeigt gegen Kopenhagen Moral

Kopenhagen - Den schwierigsten Versuch nutzte Lars Stindl: Mit einem wunderschönen Weitschuss-Tor des 23-Jährigen bleibt Hannover 96 in Europa weiter in der Erfolgsspur. Nach einem 2:1 (0:0) im viertem Gruppenspiel der Europa League beim FC Kopenhagen hat das Team von Trainer Mirko Slomka nun beste Chancen, in die Zwischenrunde einzuziehen. Jan Schlaudraff (71. Minute) und Stindl (74.) drehten am Donnerstag das Spiel für die Gäste, nachdem Dame N’Doye Kopenhagen vor 27 853 Zuschauern noch in Führung gebracht hatte.

„Das Gegentor hat nicht dazu geführt, das jemand nervös wurde. Wir haben noch eine Schippe draufgelegt“, kommentierte Sportdirektor Jörg Schmadtke den Erfolg. Punktgleich mit Standard Lüttich stehen die Niedersachsen in der Gruppe B nun auf Rang zwei mit vier Zählern Vorsprung auf den Dänischen Meister.

Rund 10 000 Fans hatten die 96er nach Kopenhagen begleitet, „außergewöhnlich und besonders, das war genug Motivation“, bemerkte Trainer Slomka. In einer ereignisarmen ersten Halbzeit besaßen dann auch die „Roten“ durch Stindl die Riesenchance zur Führung, doch der 23-Jährige köpfte aus zehn Metern neben das Tor.

Auch nach der Pause war Stindl Hannovers Hauptdarsteller. Nach seiner Eingabe kam Mohammed Abdellaoue einen Schritt zu spät. Ein Freistoß von Stindl streifte das Außennetz. Und auch sein 20-Meter-Schuss ging vorbei. Doch die stärker werdenden Gäste verzagten nicht und schlugen nach dem Gegentor von N’Doye zurück: Erst traf Schlaudraff nach einer Ecke, dann machte Stindl doch noch seinen Treffer. „Er hatte in letzter Zeit ein bisschen Pech. Wenn er sich dann den schwersten Versuch aussucht, um das Tor zu machen, ist es besonders schön“, sagte Schmadtke.

Schalke 04 konnte in der Europa League im Spiel gegen AEK Larnaca nicht an die Leistung aus dem 5:0-Sieg vor zwei Wochen auf Zypern anknüpfen. Vor 52 077 Zuschauern in der Schalker Arena tat sich die auf fünf Positionen veränderte Elf der Gastgeber gegen den krassen Außenseiter schwer und kam über ein enttäuschendes 0:0 nicht hinaus. Zwar war der Tabellenzweite der Bundesliga überlegen, doch zwingende Torchancen brachte die Mannschaft von Trainer Huub Stevens nicht zustande. Die beste Möglichkeit hatte noch Raul-Ersatz Ciprian Marica, dessen Kopfball in der 29. Minute nur um Zentimeter das Tor der Gäste verfehlte. Auf der Gegenseite musste Schalkes Torwart Lars Unnerstall einige Male in höchster Not klären. Trotz des Unentschiedens haben die Schalker aber weiterhin beste Chancen auf den Einzug in die Zwischenrunde. Tsp/dpa

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