TRAVIS MULOCK : „Ganz klar: Wir sind jetzt die Underdogs“

Travis Mulock
Travis MulockFoto: picture-alliance / City-Press Gb

Herr Mulock, was macht die Play-offs im Eishockey aus?

Jedes Team ist noch ein bisschen fokussierter als sonst, und jeder geht an seine Grenzen, manchmal sogar darüber hinaus. Dass wir so stark auftreten, hat vielleicht nicht jeder erwartet, aber man hat gegen Ingolstadt gesehen, dass wir eine toll kämpfende Mannschaft haben...

…in der Sie als Topscorer herausstechen.

Es scheint tatsächlich so, als wäre das meine Zeit. Ich war ja in der Oberliga auch schon mal Topscorer der Endrunde. So exzellent, wie es jetzt läuft, hätte ich mir es nicht erträumen können – gerade nach meiner langen Verletzungspause. Das hat mit Glück zu tun, natürlich, aber man muss auch vom Trainer eingesetzt werden. Und man muss ein gutes Team um sich herum haben.

Was haben die Eisbären im Viertelfinale besser gemacht als vergangenes Jahr?

Zuerst einmal haben wir zum ersten Mal in dieser Saison ein beinahe komplettes Team zusammen und kaum Verletzte. Dadurch konnten wir uns geschlossen und konzentriert vorbereiten und gegen dieses wirklich harte Team gewinnen. Das verleiht uns viel Selbstvertrauen, obwohl jetzt schon wieder die nächste harte Mannschaft wartet. Ich schätze, Düsseldorf wird es uns noch schwerer machen als Ingolstadt.

Wieso?

Düsseldorfs Trainer Jeff Tomlinson, unser früherer Kotrainer, kennt uns doch genau. Er weiß, wie jeder einzelne Spieler tickt. Das ist ein absoluter Vorteil. Schon in der Vorrunde hat uns das Team besiegt und stand in der Tabelle schließlich einen Platz vor uns.

Das ist auch der Grund, warum Sie im Halbfinale kein Heimrecht haben.

Ganz klar, wir sind jetzt die Underdogs. Das ist total ungewohnt für uns, weil wir sonst meist Erster waren. Mit dieser neuen Rolle sollten wir uns schnell anfreunden und dann zeigen, dass wir damit umgehen können.

Das Gespräch führte Katrin Schulze.

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