Sport : Treffen und turnen

Freiburg feiert ausgelassen ein glückliches 1:0 gegen Frankfurt

Christoph Kieslich

Freiburg. Der SC Freiburg hat einen neuen Helden und ein bisher unentdecktes Kunstturntalent zugleich: Der 19-jährige Wilfried Sanou entschied die Partie gegen Eintracht Frankfurt mit dem Tor des Abends in der 82. Minute. Erst traf der Stürmer aus Burkina Faso mit einer Volleyabnahme aus 15 Metern zum 1:0, anschließend feierte er seinen ersten Treffer im siebten Bundesligaspiel mit einer spektakulären Bodenturneinlage, die Freiburgs Trainer Volker Finke als früherer Sportgymnasiallehrer kommentierte: „Ein eingesprungenes Rad mit einem gestreckten Flickflack – wenn er einen deutschen Pass hätte, würde Wilfried sofort von der Sporthilfe gefördert.“ Für die Freiburger waren es drei glückliche Punkte, denn die Eintracht hatte vor allem in der zweiten Halbzeit couragiert gespielt. Die größte Aufregung verursachte Schiedsrichter Fröhlich, der in drei Strafraumszenen gegen die Eintracht entschied. In der 19. Minute erkannte er einen Treffer von Ervin Skela zu Recht nicht an, da Diarra zuvor gefoult wurde.

„Es ist uns ganz schwer gefallen”, sagte Finke. Sein Team rückte auf Platz acht vor. „Es gibt keinen Grund, nachträglich Kerzen aufzustellen”, sagte Finke, „wir haben auch schon Punkte in Spielen gelassen, in denen mehr möglich war. Es gleicht sich alles aus – das wünsche ich natürlich auch den Franfurtern.” Die waren gestern Abend untröstlich: „Wir hätten noch zwei Stunden spielen können – dem Schiedsrichter wäre immer wieder etwas Neues eingefallen”, sagte Trainer Willi Reimann.

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