Sport : Trennt sich Mirko Müller nach der WM von seiner Partnerin Peggy Schwarz?

Jutta Deiss

Die neuen Europameister Elena Bereschnaja/Anton Sicharulidse liefen gerade in der Arena ihre goldene Kür, als Mirko Müller versuchte, sich eines Problems zu entledigen. Trennung? "Das ist eine sehr provokative Frage", konterte der Berliner Eiskunstläufer die Neugierde des Rundfunkreporters in Wien und sagte: "Fragen Sie mich das bitte nach der Weltmeisterschaft noch einmal."

Das war kein Dementi, sondern ein Ausweichmanöver. Und der Hieb traf seine Partnerin direkt ins Herz. Peggy Schwarz stand nur einen Meter neben Mirko Müller und war doch meilenweit von ihm entfernt. In den Augenwinkeln drückten sich die Tränen noch vor dem Ausbruch zum Wasserfall - aber sie wusste genau wie alle, die sie anschauten, dass dieser Augenblick der Anfang vom Ende ihrer Paarlauf-Partnerschaft gewesen sein könnte. Diese Momente, als sie stürzte. Ein Mal, zwei Mal.

Der Sprung, der Peggy Schwarz und Mirko Müller auch diesmal wieder vom Medaillenkurs abgebracht hat, heißt Axel. Peggy war ihm gleich zwei Mal nicht gewachsen. "EM-Platz vier oder fünf", Mirko zuckte achtlos mit den Schultern, "das ist dann auch vollends egal. Es zählt sowieso nur die Medaille." Peggy Schwarz hielt sich an den Blumensträußen in ihrem Arm und altbekannten Erklärungen fest: "Ich verstehe das nicht. Im Training kann ich ihn wie im Schlaf." Das sagen sie alle ...

Aber die Gedanken sind weiter, auch bei Trainer Knut Schubert: "Für den Fall, dass Peggy wirklich aufhören will und Mirko wirklich weiterlaufen will", werde er sich bemühen, eine neue Partnerin für ihn zu finden. Vier bis fünf Mädchen habe er in Deutschland im Auge, die sich für ihn eignen würden.

Müller hob ratlos die Arme, als ob er sagen wollte: "Was soll ich machen?" Die Antwort sagt er nach der WM. Arme Peggy: Immer war sie die gefallene Frau - und immer stand Müller aufrecht seinen Mann.

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