Trennung : Neururer nicht mehr Trainer in Duisburg

Trainer Peter Neururer und Fußball-Zweitligist MSV Duisburg haben sich getrennt. Der 54-jährige Neururer bestätigte am Donnerstagabend im Deutschen Sport-Fernsehen (DSF), dass er und der Verein sich auf eine Auflösung des Vertrages geeinigt hätten.

Eine offizielle Stellungnahme des Clubs gab es bis zum späten Donnerstagabend nicht.  Aufstiegs-Mitfavorit Duisburg liegt vor dem elften Spieltag an Tabellenposition neun und hatte von den letzten sechs Punktspielen fünf verloren. Am Dienstag war das Team im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Liga-Konkurrenten FC Augsburg mit 0:5 ausgeschieden.

Nach einer Krisensitzung hatte es geheißen, dass der MSV am Donnerstagabend keine Details aus einer Zusammenkunft mit Neururer verkünden werde. Der Vorstandsvorsitzende Walter Hellmich verwies lediglich auf die vor Spielen übliche Pressekonferenz an diesem Freitag. Neururer hatte die MSV-Mannschaft am 17. November 2008 von Rudi Bommer übernommen.

Neururer ist in dieser Saison der sechste Zweitliga-Übungsleiter, dessen Arbeitsverhältnis vorzeitig endet. Betroffen waren bislang Edmund Becker (Karlsruher SC), Jürgen Seeberger (Alemannia Aachen), Stefan Emmerling und Andreas Zimmermann (beide Rot Weiss Ahlen) und Tomas Oral (FSV Frankfurt), die von ihren Aufgaben entbunden worden oder wie Oral zurückgetreten waren.

Neururer hatte noch Anfang Oktober nach einer Serie von drei verlorenen Spielen mit seinem Rücktritt gedroht. „Wenn bei meiner Mannschaft wieder die Leistungsbereitschaft nicht stimmt, gehe ich sofort zum Präsidenten und bin weg“, hatte er geäußert. Damals war der Verein auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht. Zu diesem Zeitpunkt hieß es, Neururer habe Kontakte zu seinem ehemaligen Arbeitgeber VfL Bochum, der seinerzeit auf Trainersuche war. Dies hatte Neururer abgestritten, nachdem er sich Vorwürfen ausgesetzt sah, er habe seinen Rauswurf beim MSV provozieren wollen. (dpa)

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